Störung der Totenruhe: Enke-Witwe erstattet Anzeige

Hannover. Ein Unbekannter hat nach Informationen der „Bild-Zeitung“ (Samstag) das Grab von Robert Enke in Empede bei Hannover geschändet. Die Witwe des früheren Fußball-Nationaltorwarts hat Anzeige erstattet, die Polizei ermittelt wegen Störung der Totenruhe.

Lesen Sie auch

Jörg Neblung, Enke ehemaliger Berater und Freund der Familie, bestätigte am Samstag den Vorfall, nannte aber keine Details. Er sprach von einem ungebührlichen Verhalten auf dem Friedhof. Nach Angaben der Polizei wurde am Grab nichts entwendet oder beschädigt.

Laut „Bild“ soll angeblich ein Mann auf das Grab uriniert haben. Dieses Vergehen kann mit einer Geldstrafe oder Haft geahndet werden. Der frühere Schlussmann des Bundesligisten Hannover 96 und der DFB-Auswahl hatte sich am 10. November 2009 das Leben genommen. Robert Enke litt an Depression. Er wurde an der Seite seiner Tochter Lara beigesetzt, die 2006 im Alter von zwei Jahren gestorben war. (dpa)

So stark ist Teresa Enke

Nach ihrer Tochter Lara verlor Teresa Enke jetzt auch noch ihren Mann Robert. All der Schmerz, die Trauer und das Leid sind ihr ins Gesicht geschrieben. © dpa
Vielen Beobachtern stockte der Atem. Tränen liefen, während die 33-jährige Teresa Enke am Mittwoch vor laufenden Kameras vom langen Leiden mit ihrem Mann berichtete. © dpa
Ein Bild aus gemeinsamen Tagen: Robert Enke und seine Frau setzten sich für Hunde ein. Robert Enke hatte ein großes Herz für Tiere. © dpa
Nach dem Tod von Lara adoptierten Robert und Teresa Enke ein Kind. „Jetzt sind wir wieder eine richtige Familie“, meinte Torwart Enke damals glücklich. © getty
Ganz Deutschland trauert mit der Frau, die 19 Stunden nach dem Tod ihres Mannes den Weg in die Öffentlichkeit gesucht hat. © dpa
Teresa Enke: „Wir dachten, wir schaffen alles. Mit Liebe geht das. Aber wir haben es nicht geschafft.“ © dpa
„Wenn er akut depressiv war, war es schon eine sehr schwere Zeit, weil ihm dann Antrieb und Hoffnung gefehlt haben“, erzählte Teresa Enke über die Zeit, in der Robert Enke unter Depressionen litt.  © dpa
Das Paar hatte Angst: “Die Schwierigkeit bestand dann darin, das nicht in die Öffentlichkeit hinauszutragen. Das war sein Wunsch aus Angst alles zu verlieren. Im Nachhinein ist das Wahnsinn.“ © dpa
Trost spendeten die Verantwortlichen vom DFB sowie die Spieler der Nationalmannschaft bei der Trauerfeier für Robert Enke.  © dpa
Teresa Enke begleitete ihren Mann und stand ihm in den schwierigen Momenten seines Lebens zur Seite. Jetzt ist sie alleine. © getty

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.