Nach Unfällen auf Jahrmärkten

Stoppelmarkt in Vechta: Schausteller erwarten gutes Geschäft

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Luftballone und ein Kettenkarussell sorgen am für Volksfeststimmung auf dem Stoppelmarkt in Vechta.

Vechta - Obwohl es in den vergangenen Monaten einige Unfälle auf Jahrmärkten gab, rechnen die Schausteller für den Stoppelmarkt in Vechta mit guten Geschäften. Sicherheit werde groß geschrieben, sagt Klaus Wilhelm, Vizepräsident des Deutschen Schaustellerbundes.

Die Fahrgeschäfte gehören zu Volksfesten wie Bratwurst und Zuckerwatte. Nachdem es in den vergangenen drei Jahren vermehrt zu Unfällen gekommen ist, spüren die Schausteller allerdings keinerlei Geschäftseinbußen. „Sicherheit wird bei uns sehr groß geschrieben“, sagte Klaus Wilhelm, Vizepräsident des Deutschen Schaustellerbundes, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Vechta.

„Nach den gesetzlichen Bestimmungen wird alles geprüft und für sicher befunden.“ Sonst dürfe ein Fahrgeschäft nicht auf einem Volksfest in Betrieb genommen werden. Wilhelm steht mit seinem Riesenrad auf dem Stoppelmarkt in Vechta. „Grundsätzlich wird jedes Fahrgeschäft jährlich vom TÜV überprüft. Zusätzlich nimmt vor jeder Veranstaltung die örtliche Bauaufsicht die aufgebauten Fahrgeschäfte ab.“ Das bedeute, dass man jährlich um die 25 Mal geprüft werde, sagte Wilhelm.

Er und seine Kollegen hätten auch nach den Vorfällen in Lüdenscheid (2010), Bremen (2010, 2012) und im Juni in Gevelsberg - wo sich jeweils Gondeln aus Fahrgeschäften gelöst hatten - nicht feststellen können, dass Festbesucher auf den Fahrspaß verzichten würden oder unsicherer seien. „Mir sind keine Nachfragen zur Sicherheit bekannt.“ Aber diese seien auch nicht nötig, denn es werde alles mit größter Sorgfalt geprüft. Zu den Unfällen könne Wilhelm nichts sagen. „Die Sachverständigen ermitteln noch.“ Allerdings sagte Wilhelm auch: „Eine absolute Sicherheit gibt es im Leben nie - egal ob im Straßenverkehr, im Flugzeug oder sonst wo.“ Am Donnerstag beginnt in Vechta der Stoppelmarkt mit einem Festumzug. Der Markt gehört zu den größten und ältesten Volksfesten in Norddeutschland. Bis zum 21. August haben über 500 Schausteller ihre Geschäfte, Zelte und Buden aufgebaut, darunter mehr als 20 Fahrgeschäfte. Das Marktgelände ist 160 000 Quadratmeter groß, die Veranstalter erwarten 800 000 Besucher. dpa

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