Mordkommission ermittelt

Streit über Kinderlärm eskaliert: Zwei Menschen lebensgefährlich verletzt

Beamte in Schutzanzügen am Tatort. Bei einem Messerangriff nach einem Streit in Bad Essen sind zwei Menschen lebensgefährlich verletzt worden.
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Bei einem Messerangriff nach einem Streit in Bad Essen sind zwei Menschen lebensgefährlich verletzt worden.

In einem Mehrfamilienhaus kommt es zum Streit über Kinderlärm bei dem ein 24-Jähriger zwei Menschen lebensgefährlich verletzt. Wenig später wird er festgenommen.  

Bad Essen ‒ Ein 24-jähriger Mann hat im Zuge eines Streits am Freitagabend (14.05.2021) in Bad Essen in Niedersachsen zwei Menschen lebensgefährlich verletzt. Das teilte die Polizei Osnabrück mit. Der Tatverdächtige konnte nach kurzer Flucht am Samstag (15.05.2021) festgenommen werden und wird am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt. Offenbar war es zuvor zu einem Streit gekommen, weil sich der junge Mann in dem Mehrfamilienhaus, bei seiner Nachbarin über den Lärm durch ein Kind beschwerte.

Angesprochen auf den Kinderlärm zog die 25-jährige Frau mit ihrem einjährigen Sohn ihre ebenfalls im Haus lebende Großmutter hinzu. Auch ein weiterer Nachbar schaltete sich ein, als er auf das Streitgespräch aufmerksam wurde, berichtet die Polizei weiter. Plötzlich eskalierte die Auseinandersetzung und der 24-Jährige zog ein Messer. Der Nachbar und die Großmutter wurden bei dem Angriff durch Schnitt- und Stichverletzungen lebensgefährlich verletzt. Beide wurden durch den Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht und sind nach medizinischer Behandlung außer Lebensgefahr.

Streit über Kinderlärm eskaliert: Frau springt mit Kind in der Not aus dem Fenster

Auch die 25-jährige Mutter des Kindes wurde bei dem Streit in Bad Essen in Niedersachsen schwer verletzt. Ihre Verletzungen sind aber nicht direkt auf den Messerangriff des Tatverdächtigen zurückzuführen. Sie sprang in ihrer Not gemeinsam mit ihrem 1-jährigen Sohn aus einem Fenster im 1. Obergeschoss. Die Frau zog sich schwere aber nicht lebensgefährliche Verletzungen am Bein zu, das Kind blieb bei dem Sprung unverletzt.

Der Angreifer flüchtete am Freitagabend zunächst, war der Polizei aber bereits bekannt. Die Polizei in Osnabrück richtete sofort eine Mordkommission ein und stufte die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein. Die Einsatzkräfte suchten mit Hunden und einem Hubschrauber nach dem Flüchtigen, konnten ihn dann aber aufgrund eines Zeugenhinweises am Samstag (15.05.2021) festnehmen. Der Tatverdächtige des versuchten Totschlags wurde von Kräften der Osnabrücker Polizei in Preußisch Oldendorf (NRW) ausfindig gemacht und festgenommen. Am Samstag wurde Haftbefehl erlassen und der 24-Jährige wird noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt. Nach Polizeiangaben ist dann mit der Anordnung der Untersuchungshaft zu rechnen. (iwe)

Insbesondere in der Corona-Krise geraten Streitigkeiten immer wieder außer Kontrolle. In Niedersachsen eskalierte ein Streit in einem Supermarkt, bei dem ein Mann mit einer PET-Flasche verletzt wurde.

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