Altes Geld, neuer Ärger

Streit bei Gauck-Besuch in Athen

+
Bundespräsident Gauck (r.) beim Staatsbesuch in Athen.

Athen - Streit beim Staatsbesuch von Bundespräsident Joachim Gauck in Athen: Dabei ging es um die griechische Forderung nach Reparationszahlungen für deutsche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg.

Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias forderte bei einem gemeinsamen Presseauftritt mit Gauck, es müssten so schnell wie möglich Verhandlungen über Reparationen und die Rückzahlung einer von den Nazis erhobenen Zwangsanleihe aufgenommen werden.

Euro-Schuldenkrise: Eine Chronologie

Euro-Schuldenkrise - Eine Chronologie

„Griechenland hat diese Forderungen nie aufgegeben“, sagte Papoulias. Gauck erwiderte, der Rechtsweg dazu sei abgeschlossen. „Ich werde mich dazu nicht äußern. Und ganz gewiss nicht anders als meine Regierung.“ Die Reparationsforderungen werden von Nicht-Regierungsorganisationen in Griechenland auf bis zu 160 Milliarden Euro geschätzt, die Zwangsanleihe auf mehrere Milliarden Euro. Die Nazis hatten sie noch 1945 auf knapp 500 Millionen Reichsmark beziffert.

Ausschreitungen am Rande des Besuchs

Die griechische Polizei hat am Donnerstag rund 500 Demonstranten daran gehindert, vor dem Parlament in der Hauptstadt Athen gegen Entlassungen und Arbeitslosigkeit zu demonstrieren. Dort sollte am frühen Nachmittag Bundespräsident Joachim Gauck einen Kranz vor dem Grabmal des unbekannten Soldaten niederlegen, das an der Mauer des Parlamentes liegt. Die Polizei hatte aus diesem Grund alle Demonstrantionen vor dem Parlament verboten.

Als die Demonstranten versuchten, eine Sperre der Polizei zu durchbrechen, kam es zu Rangeleien, wie das Fenhsehen zeigte. Die Polizei setzte vereinzelt auch Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Viele der Demonstranten trugen Transparente der kommunistischen Gewerkschaft P.A.M.E.. Die Lage habe sich schnell beruhigt, teilte die Polizei mit. Sprechchöre gegen Gauck gab es nicht.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.