Streit über Rot-Rot-Grün in Hessen

Wiesbaden. Gut zwei Wochen vor der hessischen Landtagswahl drängen Spekulationen über ein rot-rot-grünes Bündnis wieder mit Macht in den Wahlkampf. Zwar legte sich der SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel am Freitag sehr weitgehend gegen ein Bündnis mit der Linken fest.

Die Linkspartei sei für ihn nicht regierungsfähig - ebenso wenig wie die in 15 Jahren verbrauchte CDU, sagte er der Landespressekonferenz in Wiesbaden. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Jörg-Uwe Hahn (FDP) unterstellten Schäfer-Gümbel aber, er werde eine mögliche linke Mehrheit zum Regieren nutzen. „Natürlich wird es Rot-Rot-Grün geben in dem Fall“, sagte Bouffier zu seinem Kontrahenten.

Für den Fall, dass die Linkspartei wieder in den Landtag kommt und es nicht für Rot-Grün alleine reicht, verwies Schäfer-Gümbel auf die Verfassung: Dann bleibe die CDU/FDP-Regierung geschäftsführend im Amt. In Umfragen wird die Linke in Hessen bei vier Prozent gehandelt und muss um den Wiedereinzug bangen. Linken-Spitzenkandidatin Janine Wissler bot Rot-Grün bereits die Zusammenarbeit an, es gebe Überschneidungen. Nur mit der Linken sei ein Wechsel möglich: „Der sichere Weg, dass die Stimme nicht bei Volker Bouffier landet, führt über uns.“ (lhe)

Rubriklistenbild: © dpa

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