Strengere Lärm-Grenzwerte für Bahntrassen

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Schienenlärm wird künftig genauso bewertet wie Autolärm.

Berlin - An Bahnstrecken soll es künftig den gleichen Lärmschutz wie an Straßen geben. Bislang durften Züge lauter sein als Autos.

Nach einem Bundestags-Beschluss vom späten Donnerstagabend wird der sogenannte Schienenbonus bei den Lärm-Grenzwerten abgeschafft. Jahrzehntelang durften Züge fünf Dezibel lauter sein als Autos, weil man früher davon ausging, dass Schienenlärm weniger belastend sei als Straßenlärm. Dies gilt jedoch inzwischen als überholt.

Die Streichung des Schienenbonus muss allerdings noch vom Bundesrat gebilligt werden, in dem die schwarz-gelbe Koalition keine Mehrheit hat. Im Bundestag verweigerten jedoch SPD, Grüne und Linke ihre Zustimmung, weil ihnen die Reform zu langsam geht.

Der Gesetzentwurf von Union und FDP sieht vor, dass die Neuregelung erst für Planfeststellungsverfahren ab dem Jahr 2016 gilt. Nach Einschätzung der Kritiker dürften lärmgeplagte Anwohner durch diese Übergangsfrist jedoch frühestens in zehn Jahren tatsächlich von der Neuregelung profitieren.

dpa

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