Kommentar

Kommentar zum Fall Edathy: Ein erstes Bauernopfer

Tibor Pézsa über den Rücktritt Hans-Peter Friedrichs.

Zwei Opfer hat die Edathy-Affäre bislang gekostet: Sebastian Edathy (SPD) selbst und nun auch Agrarminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa:

"Edathy hat seinen guten Ruf verloren, Friedrich mal wieder ein Amt. „Ich komme wieder“, versprach er. Na dann.

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Edathy dagegen sieht seine politische Existenz und sein bürgerliches Ansehen vernichtet. Friedrich plauderte mit Sigmar Gabriel über ihn, angeblich ohne zu wissen, was Edathy eigentlich vorgeworfen wird. Das weiß bis heute übrigens niemand, offenbar nicht einmal die Hannoveraner Staatsanwaltschaft.

Sigmar Gabriel, Thomas Oppermann, Frank-Walter Steinmeier und Christine Lambrecht müssen sich fragen lassen, ob sie Edathy zum Geschwätz der SPD-Fraktion gemacht haben, ihn vielleicht sogar gewarnt und damit Strafvereitelung betrieben haben.

Wer hat geplaudert? Wer hatte ein Interesse am Untergang des angreifbar, wenn auch nicht strafbar gewordenen Edathys? Wer hatte etwas gegen den einstigen Chefaufklärer der NSU-Affäre, der schwere Versäumnisse der deutschen Sicherheitsbehörden aufdeckte? Kann es sein, dass die tödlichen Gerüchte in diesen Kreisen ihren Ausgang nahmen und unter Mitwirkung heutiger Regierungsmitglieder ihr Ziel fanden?

Der Rücktritt Hans-Peter Friedrichs war unumgänglich. Gut möglich, dass weitere folgen müssen."

Email an den Autor: tpa@hna.de

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