Strom: Birkner für Einheits-Höchstspannungsnetz

Höchstspannung: Die Landesregierung sucht nach Lösungen für den Netzausbau. Foto: dpa

Hannover. Mehr Anreize für private Investoren oder lieber gleich das gesamte Stromnetz verstaatlichen? „Wir müssen alle Möglichkeiten prüfen“, erklärte Niedersachsens Umweltminister (FDP) im Landtag. „Wir können uns nicht erlauben, dass die Energiewende am Netzausbau scheitert“, sagte Birkner und warb für eine bundesweit einheitliche Netzgesellschaft - „auf freiwilliger Basis“.

Bisher teilen vier Betreiber Deutschland unter sich auf, was Schwierigkeiten mit Planungen, Übergängen, Strommengen und auch Finanzierungen nach sich zieht. Notfalls müsse man auch über ein staatliches Engagement, meinten Ministerpräsident David McAllister und sein Umweltminister.

„Wir haben ein Problem, das müssen wir lösen - pragmatisch und innovativ“, betonte auch Ministerpräsident David McAllister (CDU).

Das Problem: Es fehlen Leitungen. Sowohl Anschlüsse für die neuen Offshore-Windparks in der Nordsee als auch Hochspannungstrassen, um den Strom aus erneuerbaren Energien von der Küste in den Süden abzutransportieren. Der Netzbetreiber hier im Norden, das holländische Staatsunternehmen Tennet, kommt mit dem versprochenen Ausbau nicht hinterher. Zum einen fehlt offenbar die notwendige Kapitalausstattung für die Milliarden-Investitionen. Zum anderen will Tennet auf den drei Haupttrassen durch Niedersachsen – Wahle-Mecklar, Ganderkesee-St. Hülfe und Diele-Niederrhein – nicht die von Anwohnern und Landesregierung geforderte Erdverkabelung vornehmen.

Kritik von der Opposition

Dafür gab es sogar verhaltenes Lob vom Umweltexperten der Linken, Kurz Herzog. Ansonsten aber hagelte es Kritik von der Opposition. Die CDU/FDP-Landesregierung habe das seit Jahren bekannte Problem verschlafen, meinte Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel; jetzt sei die Koalition zerrissen in dieser Frage. In der Tat setzt die liberale Landtagsfraktion auf weniger Staat.

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