Neue Leitung soll 2015 in Betrieb gehen

Strom fließt komplett oberirdisch

Kassel. Die geplante Stromleitung von Wahle (Niedersachsen) nach Mecklar (Hessen) wird definitiv ausschließlich oberirdisch östlich von Kassel und durch den Schwalm-Eder-Kreis verlaufen. Erdkabel wird es nur bei Göttingen geben. Eine mögliche Osttrasse, so Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch gestern in Kassel, hätte mehr Menschen und die Natur belastet. Darum habe man sich für die Westtrasse entschieden.

Im kommenden Jahr soll das Planfeststellungsverfahren beginnen, das den genauen Verlauf der Trasse festlegt. Dagegen könnte dann geklagt werden. Die 380 000-Volt-Leitung, die auf hessischem Gebiet 83 Kilometer lang ist, soll 2015 ans Netz gehen. Mit der Leitung soll Strom aus Norddeutschland nach Süden transportiert werden.

Problematische Zonen seien mit den jeweiligen Bürgermeistern optimiert worden, hieß es gestern im Regierungspräsidium. Die nordhessische Regionalversammlung muss sich noch mit der Trasse befassen. Die SPD forderte bereits gestern eine teilweise Erdverkabelung, um Natur und Menschen zu entlasten. Die gesamte Leitung ist 190 Kilometer lang und wird voraussichtlich knapp 300 Millionen Euro kosten.

Von Frank Thonicke

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