Studie: Hessens Grundschüler nur Mittelmaß

Berlin/Wiesbaden. Hessens Grundschüler schneiden im Vergleich zu ihren Mitschülern in anderen Bundesländern schlecht ab. Während Bayerns Viertklässler am besten lesen, rechnen und zuhören können, sind die hessischen Jungen und Mädchen Mittelmaß.

In keiner der drei getesteten Disziplinen gehört Hessen zur Spitzengruppe. Die Studie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, sie wird heute vom Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin vorgestellt.

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In den getesteten Disziplinen dominieren in der Spitzengruppe überwiegend Länder aus dem Süden Deutschlands. Danach folgt im Leistungsranking ein sehr breites Mittelfeld mit marginalen Punktunterschieden. Erhebliche Probleme in allen Bereichen haben die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg.

Im Fach Mathe erreichen die hessischen Viertklässler 484 Punkte, sie liegen damit deutlich unter dem Mittelwert von 500. Schlechter schneiden beim Rechnen nur die Schulen der Stadtstaaten Hamburg (470), Bremen (452) und Berlin (451) ab. Beim Lesen kommt Hessen auf 493 Punkte, das sind genauso viel wie Rheinland-Pfalz, aber weniger als alle anderen Flächenländer. Rund 60 Punkte entsprechen dem Lernfortschritt von einem Schuljahr.

Für den ersten rein innerdeutschen Grundschulleistungsvergleich wurden im vergangenen Jahr mehr als 30 000 Viertklässler an über 1300 Grund- und Förderschulen getestet. Anders als bei den internationalen Schulleistungsstudien PISA, IGLU und TIMSS wurden die Testaufgaben für den nationalen Vergleich allein aus den von den Kultusministern verabredeten neuen bundesweiten Bildungsstandards entwickelt. Sie beschreiben, was ein Schüler am Ende der jeweiligen Jahrgangsstufe können soll. (dpa)

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