Geplantes Gipfeltreffen

Südkorea will mit Nordkorea über seit Jahrzehnten entführte Japaner sprechen

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

Bei einem geplanten Gipfeltreffen zwischen dem südkoreanischen Präsidenten und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un soll auch Japan Thema sein.

Seoul - Südkoreas Präsident Moon Jae In will bei seinem geplanten Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un auch das Problem der nach Nordkorea verschleppten Japaner ansprechen. „Ich habe die Absicht, Kim zu sagen, dass eine Lösung der Verschleppten-Frage helfen wird, Frieden in Nordostasien zu schaffen“, sagte Moon nach Angaben seines Büros bei einem Telefongespräch mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe am Dienstag. Abe habe Moon darauf angesprochen. In den 1970er und 1980er Jahre hatte Nordkorea mehrfach Japaner entführt.

Für Tokio ist das Thema der Entführungen neben dem nordkoreanischen Atomprogramm mit das größte Hindernis für eine Normalisierung der Beziehungen mit Nordkorea. Die Verschleppten sollten Spionen Pjöngjangs Japanisch beibringen und ihnen helfen, sich wie Japaner zu verhalten.

Dialog zwischen Japan und Nordkorea möglich 

Abe selbst strebt ein Treffen mit Kim an. Sollten der innerkoreanische Gipfel sowie das geplante Treffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump erfolgreich sein, könne es auch einen Dialog zwischen Japan und Nordkorea geben, wurde Abe von Moons Büro zitiert. Japanische Medien hatten im März berichtet, Tokio habe gegenüber der kommunistischen Führung in Nordkorea den Wunsch nach einem persönlichen Gespräch zwischen Abe und Kim geäußert.

Moon will mit Kim am Freitag im Grenzort Panmunjom über den Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms und die Bedingungen für einen dauerhaften Friden auf der koreanischen Halbinsel reden. Nach den erhöhten Spannungen im vergangenen Jahr wegen mehrfacher Raketentests und eines Atomversuchs durch Nordkorea steuert Kim seit Anfang dieses Jahres überraschend einen Annäherungskurs.

Lesen Sie auch: Nordkorea setzt Atom- und Raketentests aus - so reagierte Trump

dpa

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