Leitung entlastet dezentrale Netze

Opposition nimmt Wolfhagens Bürgermeister in Schutz

Tarek Al-Wazir

Wiesbaden. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat die Notwendigkeit der Höchstspannungsleitung "Suedlink" auch für eine erfolgreiche Energiewende in Hessen betont.

Zum Protest von Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) gegen die Leitung durch das Wolfhager Land sagte Al-Wazir, er begrüße sehr, dass das Wolfhager Land seinen eigenen Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien produzieren wolle.

Gleichwohl müsse auch Wolfhagen an die Stromnetze angeschlossen bleiben, da die 100 Prozent ein Durchschnittswert seien. Der Transport von Windstrom von der Küste nach Bayern in einer neuen Leitung entlaste ja gerade die Netze für die dezentrale Versorgung. Bisher gebe es im Übrigen nur einen Korridor, die Feinplanung, an der sowohl das Land als auch die Kommunen und die Bürger beteiligt würden, habe noch gar nicht begonnen.

Die Oppositionspolitiker Timon Gremmels (SPD) und Janine Wissler (Linke) zeigten dagegen Verständnis für Schaakes Kritik. Wer in der Bevölkerung dafür werbe, die erneuerbaren Energien und speziell die Windräder zu akzeptieren, habe es schwerer, wenn auch noch zusätzliche Belastungen wie die Stromtrasse mit ihren hohen Masten hinzukämen. Schaake hatte auch vor einer möglichen Strahlung gewarnt, die die Bevölkerung belasten könne. (wet)

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