Syrien: Beobachter besuchen weitere Protesthochburgen

Kairo/Beirut - Die arabischen Beobachter in Syrien setzen ihre Friedensmission mit dem Besuch der Protesthochburgen Hama, Daraa und Idlib fort. Die Kritik an ihrer Arbeit reißt allerdings nicht ab.

Wie aus dem Umfeld der Delegation bekannt wurde, wollten die Experten der Arabischen Liga ursprünglich schon früher in diesen Provinzen sein. Allerdings habe es wegen eines “logistischen Problems“ Verzögerungen gegeben.

Der Leiter der Mission, Mustafa al-Dabi, bat den Angaben nach die Oppositionsaktivisten um mehr Zeit, bevor die Arbeit der Beobachter kritisiert werde. Die Demokratiebewegung hatte zuvor empört auf die Aussage des sudanesischen Generals reagiert, er habe beim Besuch in der seit Wochen umkämpften Stadt Homs nichts Beängstigendes gesehen.

Beobachtermission dauert bis Ende Januar

Sheikh Anas Airut vom Nationalrat der syrischen Opposition sagte in einem Telefongespräch mit der Nachrichtenagentur dpa aus der Türkei, diese Einschätzung sei “sehr enttäuschend“. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad spiele allen etwas vor. “Das ist eine Tragödie.“

Ende Dezember sollen zwischen 150 und 200 Beobachter in Syrien sein. Sie sollen bis Ende Januar den Rückzug der Armee aus den Städten und die Freilassung der politischen Gefangenen überwachen. Ziel ist ein Ende des Blutvergießens. Seit Beginn des Aufstands im März gegen Assad sind laut UN-Schätzungen mehr als 5000 Menschen getötet worden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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