"Es muss eine Antwort geben"

Obama entscheidet bald über Militärschlag

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Barack Obama will in dieser Woche eine Entscheidung wegen des Syrien-Konflikts treffen

Washington - US-Präsident Barack Obama wird wahrscheinlich bald über einen Militärschlag gegen Syrien entscheiden. Zunächst will er sich allerdings mit der UN beraten.

Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben keine echten Zweifel an der Verantwortung des syrischen Regimes für den massiven Chemiewaffenangriff in der vergangenen Woche. „Für jemanden, der das logisch betrachtet, sollte es keine Zweifel geben“, sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Jay Carney, am Dienstag. Noch diese Woche sei mit der Veröffentlichung der Geheimdiensterkenntnisse zu dem Vorfall zu rechnen. Obama berate derzeit mit seinem Nationalen Sicherheitsteam, dem Kongress und Alliierten über eine Antwort auf diese „eklatante Verletzung internationaler Normen“. Noch sei eine Entscheidung aber nicht gefallen. Aber „es muss eine Antwort geben“, sagte Carney.

Der TV-Sender NBC hatte zuvor berichtet, dass bereits von diesem Donnerstag an Raketenangriffe auf Syrien beginnen könnten. Das hätten ranghohe Regierungsbeamte in Washington mitgeteilt. Die Angriffe würden sich über drei Tage erstrecken und seien in ihrem Umfang begrenzt. Carney bestätigte den Bericht nicht.

Carney bekräftigte, dass Obama den Einsatz von Bodentruppen ablehne, sonst aber alle Optionen - auch nicht-militärische - weiter in Betracht gezogen würden. Er betonte zudem, dass die Reaktion nicht darauf abziele, einen Regimewechsel in Syrien herbeizuführen. „Die Lösung dieses Konfliktes muss durch politische Verhandlungen und Ergebnisse erfolgen“, sagte Carney.

Risiken und Probleme eines Militäreinsatzes in Syrien

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dpa

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