Vor Abstimmung über Militärschlag

Syrien: Obama erhält Rückhalt im Kongress

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Darf in der Syrien-Frage auf Rückhalt aus dem Senat hoffen: US-Präsident Barack Obama.

Washington - Für seine bevorstehende Kongress-Abstimmung mit Blick auf einen Militärschlag in Syrien hat US-Präsident Barack Obama am Montag Rückhalt von zwei einflussreichen Senatoren bekommen.

Die republikanischen Außenpolitiker John McCain und Lindsey Graham äußerten sich nach einem Gespräch mit Obama im Weißen Haus positiv. Sie vertrauten nun darauf, dass das Weiße Haus eine bessere Strategie entwickle, um auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz von Diktator Baschar al-Assad zu reagieren.

„Wir haben noch immer große Bedenken“, sagte McCain nach dem Treffen. „Aber wir glauben, es entwickelt sich eine Strategie, um die Möglichkeiten der Freien Syrischen Armee zu stärken und die von Baschar Assad zu schmälern.“ Eine Niederlage bei der Abstimmung in der kommenden Woche wäre nach Ansicht beider Senatoren eine „Katastrophe“, die die Glaubwürdigkeit ihres Landes schwächen würde. „Wenn wir nicht richtig mit Syrien umgehen, wird es der Iran als Signal werten, dass wir uns nicht ernsthaft um dessen Atomprogramm kümmern“, so Graham.

Obama hatte am Wochenende seine Entscheidung über einen Militärschlag aufgeschoben und überraschend angekündigt, vorher den Kongress zu konsultieren. Die Sommerpause der Abgeordneten und Senatoren endet offiziell am 9. September. Bis dahin wirbt Obama um jede Stimme des in der Frage tief gespaltenen Kongresses. Wie am Vortag ließ der Präsident auch am Montag zahlreiche US-Abgeordnete hinter verschlossenen Türen von Vertretern der Sicherheitsbehörden über die Lage in Syrien informieren.

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