Syrien: Kampfhubschrauber gegen Rebellen

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Kampfszenen auf den Straßen: In Damaskus und anderen Teilen des Lades jagt das Regime die Rebellen.

Beirut - Die syrischen Streitkräfte haben bei Gefechten gegen Rebellen in der Hauptstadt Damaskus nach Angaben von Aktivisten Kampfhubschrauber eingesetzt.

Bei Kämpfen in den Bezirken Kadam und Hadschar al Aswad in der Nacht auf Dienstag hätten die Hubschrauber mit schweren Maschinengewehren gefeuert, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Nach dreitägigen schweren Gefechten sei es am Dienstag in Damaskus zunächst ruhig gewesen. Die amtliche syrische Nachrichtenagentur berichtete am Dienstag, syrische Truppen seien weiterhin auf der Jagd nach “terroristischen Elementen“ in der Hauptstadt.

Exbotschafter schließt Chemiewaffen-Einsatz nicht aus

Der ehemalige syrische Botschafter im Irak, Nawaf Fares, hält einen Einsatz von Chemiewaffen gegen die Opposition für möglich. Unbestätigten Berichten zufolge seien solche Waffen in der Stadt Homs bereits anwendet worden, sagte Fares dem britischen Rundfunksender BBC. Außerdem erklärte er, die Regierung von Präsident Baschar Assad habe Bombenangriffe in Abstimmung mit der Al-Kaida organisiert.

Auf die Frage, ob Assad Chemiewaffen einsetzen könnte, sagte Fares der BBC in Katar: “Es gibt Informationen, unbestätigte Informationen natürlich, dass chemische Waffen in der Stadt Homs teilweise eingesetzt wurden.“ Assad gebärde sich wie ein verwundetes Tier, das in die Ecke gedrängt worden sei.

Zwtl.: Politiker sagte sich von Assad los

Überraschend war Fares' Äußerung, wonach sunnitische Mitglieder der Al-Kaida mit dem Regime kooperieren, das von der Minderheit der Alawiten dominiert wird. Es gebe genügend Beweise in der Geschichte, dass Feinde bei gemeinsamen Interessen zusammenarbeiteten, erklärte er. Die Al-Kaida suche Bewegungsmöglichkeiten und Unterstützung, während die Regierung das syrische Volk terrorisieren wolle.

Fares ist der prominenteste Politiker, der sich seit Beginn des Aufstands von Assad losgesagt hat. Er hatte führende Positionen in der Baath-Partei und bei den Geheimdiensten inne und war Gouverneur in mehreren Provinzen. Fares hatte Assad in der vergangenen Woche die Gefolgschaft gekündigt und angekündigt, er wolle künftig die Opposition unterstützen.

dapd

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