Hunderte tote und verletzte Zivilisten

Syrien bombardiert erneut Rebellenstützpunkte

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Bereits am Sonntag wurden 96 Menschen getötet und rund 240 Menschen verletzt. Am Montag setzte die syrische Regierung die Bombardierungen fort.

Damaskus - Nur einen Tag nach syrischen Luftschlägen nahe der Hauptstadt Damaskus mit Dutzenden Toten haben syrische Kampfjets erneut Angriffe auf Oppositionshochburgen geflogen.

Wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, bombardierte die Luftwaffe am Montag die Stadt Duma dreimal. Dort haben Luftangriffe auf einen Markt am Sonntag den Angaben nach mindestens 96 Menschen das Leben gekostet - rund 240 wurden verletzt. Auch die nahe gelegene Stadt Irbin sei attackiert worden.

Die betroffene Region östlich von Damaskus gehört zu den am härtesten umkämpften Gebieten in dem mehr als vierjährigen Bürgerkrieg in Syrien. Im August 2013 wurde in der Ghuta-Ebene den Vereinten Nationen zufolge Giftgas eingesetzt. Bis zu 1400 Menschen starben.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts verurteilte am Montag die Bombardierung des Marktes in Duma. „Es ist furchtbar, dass unschuldige Zivilisten immer wieder zum Opfer dieser furchtbaren Gewalttaten werden. Wir hoffen, dass irgendwann alle Seiten verstehen, dass nichts anderes als eine politische Lösung - nämlich Gespräche über eine Zukunft Syriens - einen Ausweg aus der Situation bietet.“ Im syrischen Bürgerkrieg sind seit 2011 laut UN-Schätzungen mindestens 250 000 Menschen getötet worden.

dpa

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