Syrische Opposition: 23 Tote bei Protesten

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Anti-Assad-Demo in Syrien

Damaskus/Beirut - Sicherheitskräfte des Regimes von Präsident Baschar al-Assad haben nach dem Freitagsgebet und in der Nacht zum Samstag in mehreren Städten insgesamt 23 Menschen erschossen.

Das sagte ein Vertreter der syrischen Opposition am Samstag der Nachrichtenagentur dpa in Beirut. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, bei Angriffen von Regimegegnern seien drei Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet worden. Die Agentur machte “bewaffnete Terrorgruppen“ für die Taten verantwortlich. Sana berichtete auch über die Entführung eines Hauptmannes im Grenzgebiet Syriens zur Türkei. Nach Angaben von Regimegegnern ist der Offizier aber desertiert.

Binnen einer Woche seien etwa 200 syrische Soldaten in die Türkei oder auf libanesisches Gebiet geflüchtet. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen, auch weil das syrische Regime praktisch keine Arbeit ausländischer Journalisten im Land zulässt. Auch zur Zahl der Opfer gibt es keine sicheren Angaben. Menschenrechtler gehen jedoch von mehr als 2200 Toten seit Beginn der Unruhen im März aus. Hunderte werden von ihren Angehörigen vermisst. Es wird befürchtet, dass etliche getötet und in Massengräbern verscharrt wurden.

dpa

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