Widerstand in Moskau

Tausende protestieren gegen Adoptionsverbot

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Ein Demonstrant hat einen Teddybär im Gurkenglas dabei: Tausende wehren sich auf der Straße in Moskau dagegen, dass die Adoption russischer Kinder durch Amerikaner verboten worden ist.

Moskau - Tausende Menschen haben am Sonntag in Moskau gegen das russische Adoptionsverbot für US-Bürger protestiert. Die Demonstranten wehren sich dagegen, dass russische Waisen Opfer der Politik werden.

Mit Parolen wie „Schande über den Abschaum“ und Bildern von Präsident Wladimir Putin sowie Abgeordneten des Parlaments marschierten die Gegner des im Dezember verabschiedeten Gesetzes durch die Straßen. Die Empörung über das Adoptionsverbot hat der zuletzt immer desillusionierteren Oppositionsbewegung wieder etwas neuen Schwung verliehen. Die Kundgebung am Sonntag wurde von mehreren Oppositionsführern angeführt, die bei den massiven Protesten gegen Putin vor einem Jahr noch vor Zehntausenden Menschen gesprochen hatten.

Das Adoptionsverbot war die Antwort Russland auf ein neues US-Gesetz, das Sanktionen gegen Russen wegen Menschenrechtsverletzungen vorsieht. Außerdem baut es auf dem Unmut vieler Russen über die Adoption von mehr als 60.000 Kindern durch Amerikaner in den vergangen 20 Jahren auf. Gegner des Gesetzes werfen der Regierung vor, in dem politischen Machtkampf russische Waisen zu opfern, die nun keine neuen Eltern bekommen.

dapd

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