In Prag, Warschau und Bratislava

Tausende protestieren in Mittelosteuropa gegen Zuwanderung

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Gegner der polnischen Flüchtlingsgpolitik bei einer Demonstration in Warschau. Foto: Jacek Turczyk

Prag/Warschau - Gegner und Befürworter der Aufnahme von Flüchtlingen sind in Prag, Warschau und Bratislava auf die Straße gegangen. Auf dem Pardeplatz im Zentrum Warschaus versammelten sich dem Sender TVN24 zufolge gut 5000 Zuwanderungsgegner und Nationalisten.

Sie schwenkten polnische Fahnen und feuerten Knallkörper ab. Die Stadtverwaltung hatte zuvor vergeblich versucht, die Demonstration verbieten zu lassen. Auf einer Gegenkundgebung demonstrierten Hunderte für Gastfreundschaft.

In der tschechischen Hauptstadt Prag standen sich Hunderte Vertreter des "Blocks gegen den Islam" und einer Initiative gegen Hass nur durch eine Straße getrennt gegenüber. Die Polizei hielt beide Lager auf Abstand. In Bratislava versammelten sich nach Angaben der Polizei gut tausend Islamgegner und rund 400 Gegendemonstranten. In der Stadt war es im Juni zu gewaltsamen Ausschreitungen von Rechtsextremisten gekommen.

Der slowakische Innenminister Robert Kalinak lehnte unterdessen erneut ein EU-weites Quotensystem ab. Das katholisch geprägte Land sei zur gezielten Aufnahme Hunderter syrischer Christen bereit. "Wir wissen, dass sie sich integrieren und für uns tatsächlich ein Gewinn sein werden", sagte der Sozialdemokrat der Agentur TASR.

Bericht von TVN24, Polnisch

Slowakischer Innenminister zu Flüchtlingen, Slowakisch

dpa

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