Keine Verfassungsbeschwerde

„taz“ ertauscht sich Platz im NSU-Prozess

Berlin/München - Die Berliner Tageszeitung „taz“ will sich über eine Koorperation zumindest zeitweise einen Platz im Münchner NSU-Prozess sichern.

Wie die Zeitung am Freitag mitteilte, wollen der Sender „Radio LORA München“ und die türkische Zeitung „Evrensel“ ihre Platzkarten regelmäßig der „taz“ überlassen. Die zwischenzeitlich diskutierte Möglichkeit einer Verfassungsbeschwerde habe sich damit zunächst erledigt, sagte die stellvertretende Chefredakteurin Sabine am Orde. „Wir warten ab, wie sich die Möglichkeit der direkten Berichterstattung im Laufe des Prozesses gestaltet.“

Die „taz“ hatte im ersten Akkreditierungsverfahren einen der 50 Presseplätze im Oberlandesgericht München erhalten. Bei der Neuvergabe im Losverfahren ging das Blatt jedoch - genauso wie andere überregionale Medien - leer aus. „Radio LORA München“ wird der „taz“ einer Pressemitteilung zufolge in jeder zweiten Prozesswoche seinen Platz überlassen. Der Deutschland-Korrespondent der Zeitung „Evrensel“ werde an Tagen, an denen er nicht beim NSU-Prozess sein kann, seinen Platz der „taz“ oder dem „Neuen Deutschland“ zur Verfügung stellen. Eine direkte Berichterstattung von sämtlichen Prozesstagen sei damit allerdings nicht garantiert, sagte am Orde.

dpa

Ab Montag berichten wir in unserem Live-Ticker über den NSU-Prozess.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.