Teheran will Botschafts-Angreifer hart bestrafen

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Will die Wogen im Streit mit Saudi-Arabien glätten: Der iranische Präsident Hassan Ruhani. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

International wächst die Sorge über mögliche Folgen des Streits zwischen den Regionalmächten Saudi-Arabien und Iran. Teheran scheint nun die Wogen glätten zu wollen.

Riad/Teheran (dpa) - Der Iran will die Wogen im Streit mit Saudi-Arabien glätten und hart gegen die Angreifer der saudischen Botschaft in Teheran vorgehen.

"Die Angreifer sind Kriminelle, deren illegale und unislamische Tat auch den internationalen Ruf des Irans geschädigt hat", sagte iranische Präsident Hassan Ruhani. Man werde konsequent gegen die Täter vorgehen, sagte auch Außenminister Mohammed Dschawad Sarif. 50 Menschen seien im Zusammenhang mit dem Angriff schon verhaftet worden.

Nach der Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Scheich Nimr al-Nimr und 46 weiterer Menschen in Saudi-Arabien hatte eine Menschenmenge in Teheran die saudische Botschaft gestürmt und Brände gelegt. Saudi-Arabien sowie seine sunnitisch regierten Verbündeten Bahrain und Sudan beendeten aus Protest gegen die Übergriffe ihre diplomatischen Beziehungen zum schiitischen Iran. Wie die Vereinigten Arabischen Emirate rief am Dienstag auch Kuwait seinen Botschafter aus Teheran zurück.

"Der Iran will keine Spannungen in der Region und würde Dialog mit den Nachbarländern immer begrüßen", sagte Sarif. Alle Länder der Region sollten zusammenhalten, besonders angesichts der gegenwärtigen Terrorbedrohung. Leider habe Riad eine konstruktive Zusammenarbeit gegen den Terror stets blockiert, sagte Sarif. "Wir wollen Freundschaft, Brüderschaft und gute Beziehungen zu allen Ländern der Region," fügte Ruhani hinzu. Am Sonntag hatte der oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, den saudischen Führern wegen der Exekution Al-Nimrs dagegen noch mit der "Rache Gottes" gedroht.

Deutschland, die USA und die Türkei riefen die beide Staaten am Dienstag zum Abbau ihrer Spannungen auf. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, der Iran und Saudi-Arabien hätten eine "gemeinsame Verantwortung" für eine Lösung der Konflikte im Nahen Osten. Die Vereinigten Staaten und Ankara appellierten an Riad und Teheran, den Konflikt zu deeskalieren und Zurückhaltung walten zu lassen.

Webportal des iranischen Präsidialamts, Persisch

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