AKW Temelin: Pläne zur Erweiterung werden konkreter

+
Das AKW in Temelin, nahe der bayerischen Grenze, soll erweitert werden.

Prag - Während Belgien wie Deutschland aus der Atomkraft aussteigen will, geht Tschechien den entgegengesetzten Weg und will das Atomkraftwerk Temelin erweitern. Betroffen von einem Gau wäre auch Bayern.

Während Belgien wie Deutschland aus der Atomkraft aussteigen will, Industrieminister Martin Kocourek hat die Ausschreibungsunterlagen für den Bau von zwei weiteren Reaktorblöcken am Montag an Vertreter interessierter Firmen übergeben. “Wenn wir die Konkurrenzfähigkeit Tschechiens erhalten und die Emissionen verringern wollen, dann geht das nicht ohne die Kernenergie“, sagte Kocourek in Prag.

Die japanisch-amerikanische Firma Westinghouse, die französische Areva und ein tschechisch-russisches Konsortium haben jetzt acht Monate Zeit, um ihre Angebote vorzulegen. Bis zum Ende des Jahres 2013 soll dann der Zuschlag erteilt werden. Die beiden neuen Reaktoren mit einer Gesamtleistung von mehr als 2000 Megawatt werden frühestens zehn Jahre darauf in Betrieb gehen. Das Akw Temelin stand wegen zahlreicher technischer Störungen seit der ersten Kettenreaktion im Dezember 2000 wiederholt in der Kritik.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.