Afghanistan zu unsicher

Termin für Abschiebeflug nach Kabul steht - Flüchtlingshelfer empört

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Am Dienstag soll der Abschiebeflug nach Afghanistan starten.

Pro Asyl reagiert mit scharfer Kritik auf den Abschiebeflug nach Kabul. Dieser soll nun doch nicht von Düsseldorf fliegen. Kritiker warnen vor großen Gefahren für die Abgeschobenen.

München - Mit scharfer Kritik hat Pro Asyl auf den offenbar für Dienstag geplanten weiteren Abschiebeflug nach Afghanistan reagiert. Die Fortsetzung der Abschiebungen sei unverantwortlich, erklärte die Menschenrechtsorganisation in Frankfurt am Main. Nach Informationen des Bayerischen Flüchtlingsrats soll die Chartermaschine am Abend nicht wie zunächst vermutet vom Flughafen Düsseldorf, sondern vom Airport München aus starten.

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Pro Asyl forderte im Vorfeld des zehnten Abschiebungscharterflugs nach Kabul erneut einen Stopp von Abschiebungen nach Afghanistan. Die jüngsten internationalen Berichte zeigten, dass Afghanistan zerfalle, mahnte die Organisation. "Über zehntausend zivile Opfer in einem Jahr, Anschläge selbst in der hochgesicherten Hauptstadt Kabul zeigen die Eskalation."

Zugleich warf Pro Asyl Bund und Ländern vor, die Augen zu verschließen und sich hinter Schutzbehauptungen zu verstecken. Ablehnungen in Asylverfahren und Abschiebungsentscheidungen gründeten auf einem veralteten Lagebericht des Auswärtigen Amts vom Oktober 2016.

AFP

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