Am Atatürk-Flughafen in Istanbul

IS-Verdächtige festgenommen: Sie wollten nach Deutschland

Istanbul - Am Istanbuler Flughafen sind acht Marokkaner festgenommen worden. Ihr Weg sollte sie nach Deutschland führen - das belegt ein Papier, das bei den Verdächtigen gefunden wurde.

Türkische Sicherheitskräfte haben acht Marokkaner unter Terrorverdacht festgenommen, die angeblich als Flüchtlinge getarnt nach Deutschland reisen wollten. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Mittwoch, die Männer seien am Vorabend von Casablanca kommend am Istanbuler Atatürk-Flughafen festgenommen worden. Die Polizei habe bei der Einreise festgestellt, dass ihre Hotelbuchungen gefälscht gewesen seien.

Ein Papier, das die Gruppe mit sich geführt haben soll und das Anadolu als Foto verbreitete, zeigt eine aufgemalte Route, die von Istanbul nach Izmir und dann mit dem Boot nach Griechenland und schließlich nach Deutschland führt. Dieser Weg ist eine der wichtigsten Flüchtlingsrouten. Marokkaner brauchen für den Schengen-Raum ein Visum. In die Türkei können sie dagegen visafrei einreisen.

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Anadolu berichtete am Mittwoch unter Berufung auf nicht näher genannte Polizeiquellen, die festgenommenen Marokkaner würden verdächtigt, Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu haben. Marokkanische Behörden haben in dieser Woche bereits vier IS-Verdächtige festgenommen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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