Dreieinhalb Jahre Haft für Terrorhelfer

Frankfurt. Als Helfer der Terrorgruppe Islamische Bewegung Usbekistan (IBU) ist ein 21 Jahre alter Mann am Donnerstag in Frankfurt zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Dabei wurde eine frühere Bewährungsstrafe wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland berücksichtigt.

Der Deutsch-Afghane hatte vor dem Oberlandesgericht gestanden, seit 2011 Mitglied der IBU zu sein, die laut Bundesanwaltschaft zu den „gefährlichsten Organisationen des Dschihad weltweit“ zählt. In Deutschland sammelte er Geld für die Organisation und warb Mitglieder. Im September vergangenen Jahres wurde er verhaftet und ist seither im Gefängnis.

Ursprünglich sollte der Prozess bis Mitte Januar dauern. Nach einer Verständigung zwischen Bundesanwaltschaft, Verteidigung und Gericht und dem Geständnis des Angeklagten konnte jedoch nach nur drei Verhandlungstagen das Urteil verkündet werden. Besonders negativ wurde dem Angeklagten der Umstand angerechnet, dass er während eines Prozesses in München mit der Agitation für die IBU einfach weitergemacht habe. Aufgrund eines „Entwicklungsdefizits“ wurde der Heranwachsende vom Gericht strafrechtlich als Jugendlicher und nicht als Erwachsener behandelt. (dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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