Terrorzelle plante in Spanien öffentliche Enthauptung

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In einem Wagen der Guardia Civil werden die Festgenommenen in ein Justizgebäude der Hauptstadt Madrid gebracht. Foto: Sergia Barrenchea

Madrid (dpa) - Eine islamistische Terrorzelle hat in Spanien nach dem Muster des Londoner Anschlags von 2013 einen Menschen auf offener Straße enthaupten wollen.

Die Dschihadisten hätten geplant, das Opfer - wie es die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bei Enthauptungen in Syrien und im Irak tut - in einen orangenen Overall zu stecken und vor laufenden Kameras zu töten, berichteten die Agentur efe und andere Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft am Nationalen Gerichtshof. Die Terrorzelle wurde zerschlagen.

Die Gruppe, die von einem Friseur angeführt worden sei, habe auch eine Bankdirektorin entführen und Lösegeld erpressen wollen. Die Informationen stammten aus abgehörten Telefonaten, hieß es. Zuvor habe die Gruppe in Katalonien vor allem junge Menschen für den IS angeworben.

Elf mutmaßliche Dschihadisten - zehn Männer und eine Frau - waren am Mittwoch in verschiedenen Städten Kataloniens festgenommen worden. Bei Razzien wurden Granaten, Schusswaffen und Messer sowie Material zur Herstellung von Bomben sichergestellt. Sieben der Festgenommenen wurden in Untersuchungshaft genommen, drei unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt und ein 17-Jähriger in eine Jugendanstalt gebracht. Es handle sich um Spanier, Marokkaner und einen Paraguayer.

Meldung in El Mundo, Spanisch

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