Schadenersatzforderung für "Puma"

Teurer Problem-Panzer: Bundeswehr will klagen

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Ein Schützenpanzer des Typs Puma auf einem undatierten Firmen-Handout.

Berlin - Der Problem-Panzer "Puma" kämpft weiter mit Verzögerung und höheren Kosten. Die Bundeswehr überlegt deshalb, ob sie gegen zwei Rüstungsunternehmen auf Schadensersatz klagen soll.

Wegen Verzögerungen und Mehrkosten beim Schützenpanzer „Puma“ prüft die Bundeswehr einem Medienbericht zufolge Schadensersatzforderungen gegen zwei Rüstungsunternehmen. Bis Mai solle entschieden werden, ob und in welcher Höhe Ansprüche gegen Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) geltend gemacht werden, zitiert das „Handelsblatt“ (Mittwoch) aus einem Bericht des sogenannten Rüstungsboards an den Bundestag.

Ein Sprecher von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bestätigte der Zeitung zufolge die Überlegungen. KMW und Rheinmetall trügen Verantwortung für die jüngsten Verzögerungen.

Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, ist der Schützenpanzer mit 2,3 Milliarden Euro zusätzlichen Kosten mehr als doppelt so teuer wie ursprünglich veranschlagt. Seine Auslieferung verzögerte sich um 53 Monate. Dem Rüstungsboard gehören die Verteidigungsministerin, vier Staatssekretäre und Abteilungsleiter mit Schnittstellen zum Bereich Rüstung an. Von der Leyen hat die Neuordnung des Rüstungssektors zu einem der Hauptthemen ihrer Amtszeit erklärt.

dpa

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