In Ungnade gefallen

Thailands Prinzessin verliert königlichen Status

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Prinzessin Srirasmi ist im thailändischen Königshaus in Ungnade gefallen. Der Kronprinz Maha Vajiralongkorn hat sich von ihr scheiden lassen, da mehrere ihrer Verwandten in einen Korruptionsskandal verwickelt sind.

Bangkok - Das thailändische Königshaus wird von einem tiefen Zerwürfnis erschüttert: Prinzessin Srirasmi verliert nach 13 Jahren ihren Status in dem Königshaus.

Grund ist ihre Scheidung von Kronprinz Maha Vajiralongkorn (62), dessen dritte Frau sie war. Vor wenigen Wochen wurde die Verwicklung von Verwandten Srirasmis, darunter ein hochrangiger Polizeioffizier, in einen Korruptionsskandal bekannt. Anfang Dezember wurden im Rahmen der Ermittlungen 19 Verdächtige festgenommen, darunter drei wegen Majestätsbeleidigung. Ihnen werden aber auch werden Erpressung, Schmuggel und illegales Glücksspiel vorgeworfen.

Vor zwei Wochen hatte Kronprinz Maha Vajiralongkorn angeordnet, der Familie seiner bürgerlich geborenen Frau den königlichen Familiennamen zu entziehen, den sie bei der Hochzeit des Paares 2001 erhalten hatte. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn.

Der 87-jährige Monarch Bhumibol Adulyadej, der gesundheitlich schwer angeschlagen ist, habe "die Erlaubnis erteilt", die Öffentlichkeit darüber zu unterrichten, dass Prinzessin Srirasmi schriftlich von ihrem königlichen Status zurückgetreten sei, teilte das Königshaus in der Nacht zum Samstag in einer Hauspostille mit.

Die thailändische Bevölkerung war bislang darauf eingestellt, dass Srirasmi in die Funktion der Königin aufsteigen werde, wenn Bhumibol den Thron verließe.

Der Streit im Königshaus schwelt schon lange. Da aber in Thailand Negativ-Schlagzeilen über das Königshaus wegen strenger Vorschriften zum Schutz der Königsfamilie praktisch ausgeschlossen sind, werden die Einzelheiten der Öffentlichkeit in der Regel nicht bekannt.

dpa/afp

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