SPD-Politiker

Große Trauer: „Thomas Oppermann ist viel zu früh von uns gegangen“

Thomas Oppermann (SPD) ist überraschend bei einem ZDF-Dreh gestorben. Persönlichkeiten, Verbände und Vereine sind bestürzt.

  • Thomas Oppermann (SPD) ist tot.
  • Der SPD-Politiker setze sich für Menschenrechte ein.
  • Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich.

+++ 12:56 Uhr: Auch in Hannover und im Landtag ist die Betroffenheit über den Tod Oppermanns groß: Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sagte über den ehemaligen Vorgänger im Amt: „Thomas Oppermann hat wie kaum ein anderer die Wissenschafts- und Kulturpolitik in Niedersachsen geprägt – sowohl als Minister als auch später als Abgeordneter des Deutschen Bundestags. Sein Verständnis dafür, wie bedeutend das eigenverantwortliche Handeln der Hochschulen ist, prägt die niedersächsische Wissenschaftspolitik bis heute.

Er ist derjenige, der das Modell der Stiftungsuniversität initiiert hat. Sein Einsatz als Bundestagsabgeordneter für die Universitätsmedizin Göttingen, für die Georg-August-Universität Göttingen sowie die Forschungs- und Kultureinrichtungen im Raum Göttingen waren für mich stets Ansporn und Ermutigung. Diese starke Stimme für Wissenschaft und Kultur wird uns allen fehlen.“

Tod von Thomas Oppermann: Ursula von der Leyen trauert

Auch EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat ihre Trauer über den Tod des SPD-Politikers Thomas Oppermann zum Ausdruck gebracht. Sein Tod treffe sie tief, erklärte die CDU-Politikerin, die wie Oppermann aus Niedersachsen stammt, am Montagmorgen auf Twitter. „Er war immer da, seit meinem 1. Tag in der Politik in Niedersachsen.“ Oppermann sei ein „besonderer Mensch und Demokrat“ gewesen, fügte die frühere Bundesministerin hinzu und wünschte: „Viel Kraft seinen Lieben!“
Kanzlerin Merkel

Auch Ursula von der Leyen (CDU) trauert um Thomas Oppermann (SPD) (Archivbild).

Thomas Oppermann ist tot: Bundeskanzlerin angela Merkel ist traurig und bestürzt

Ebenfalls bestürzt und traurig hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über den plötzlichen Tod des Bundestagsvizepräsidenten Thomas Oppermann (SPD) gezeigt. Sie habe Oppermann über viele Jahre als verlässlichen und fairen sozialdemokratischen Partner in großen Koalitionen geschätzt, erklärte Merkel am Montagmorgen. Als Vizepräsident des Bundestags habe er sich „in turbulenter Zeit um unser Parlament verdient gemacht“. Oppermanns Frau und seinen Kindern gelte ihr aufrichtiges Beileid.

Hans-Joachim Janßen, Landesvorsitzender Grüne Niedersachsen ist ebenfalls betroffen: „Thomas Oppermann war ein aufrechter und selbstbewusster Parlamentarier. Im Niedersächsischen Landtag und im Bundestag hat er deutliche Akzente gesetzt. Sein Einsatz für die Niedersächsische Verfassung Anfang der 90er Jahre bleibt unvergessen. Sein plötzlicher Tod macht uns betroffen und traurig. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie.“

„Thomas Oppermann ist viel zu früh gegangen“

Julia Willie Hamburg, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, schließt sich an: „Thomas Oppermann ist viel zu früh gegangen. Er hat über Jahrzehnte die politischen Debatten innerhalb und außerhalb der SPD in seiner Göttinger Heimat, im Niedersächsischen Landtag, als Landesminister und in der Bundespolitik engagiert und streitbar maßgeblich mitgeprägt. Wir trauern um einen überzeugten und leidenschaftlichen Demokraten.“

Thomas Oppermann ist tot.

„Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer habe ich heute Morgen vom plötzlichen Tod unseres Bundestagsvizepräsidenten Thomas Oppermann erfahren. Wir waren Wahlkreisnachbarn. Sein Göttinger Wahlkreis grenzt mit Staufenberg an meinen Kasseler Wahlkreis mit Niestetal und Nieste. Dadurch hatten wir sehr viel miteinander zu tun. In guter Erinnerung ist mir ein gemeinsamer Termin an einem kalten Sonntagmorgen im Winter vor zwei Jahren, als wir zusammen für die Grimmsteigtage die Erweiterung der Tour nach Staufenberg zur Probe liefen. Zuletzt hatte er sich – völlig zurecht - für eine stärkere Beteiligung des Parlamentes an den politischen Entscheidungen zu den Corona-Maßnahmen und Hilfen eingesetzt. Diese Stimme wird auch der Region Südniedersachen /Nordhessen fehlen“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier trauert um Thomas Oppermann

Mit großer Trauer reagierte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier am Montag auf den Tod von Thomas Oppermann. „Thomas Oppermann wurde mitten aus dem Leben gerissen. Er hat sich bis zuletzt mit Leidenschaft und enormem Sachverstand für die Politik in diesem Land eingesetzt. Mit seinem Tod verliert nicht nur die SPD einen überaus engagierten Sozialdemokraten, sondern auch der Deutsche Bundestag einen exzellenten Vizepräsidenten.“

„Hinterlässt große Lücke“ - Große Bestürzung über plötzlichen Tod von Thomas Oppermann

Erstmeldung vom Montag, 26. Oktober, 11:03 Uhr: Göttingen - Mit Bestürzung reagieren viele Persönlichkeiten, Verbände und Vereine auf den plötzlichen Tod von Thomas Oppermann. Die in Göttingen ansässige Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) würdigte das außerordentliche Menschenrechtsengagement des verstorbenen Göttinger SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann.

„Oppermann begleitete und unterstützte unsere Menschenrechtsarbeit jahrelang aktiv und engagiert. Er nahm an unzähligen Veranstaltungen und Menschenrechtsaktionen von uns teil, empfing in seinem Abgeordnetenbüro Verfolgte aus aller Welt und setzte sich engagiert persönlich für die Freilassung politischer Gefangener ein. Auch als viel beschäftigter Bundestagsvizepräsident hatte er immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen und setzte sich konsequent weltweit für Menschenrechte ein“, sagte GfbV-Direktor Ulrich Delius.

Plötzlicher Tod: Thomas Oppermann hinterlässt eine Tiefe Lücke im Bundestag

Thomas Oppermanns plötzlicher Tod reiße eine tiefe Lücke in den Kreis derer im Bundestag, die sich für Menschenrechte engagieren.
Unvergesslich sei sein Engagement für Menschenrechte in der Türkei und im Nahen Osten. So habe er sich persönlich für die Freilassung inhaftierter kurdischer politischer Gefangener eingesetzt.

Thomas Oppermann ist überraschend bei einem ZDF-Dreh gestorben.

Thomas Oppermann setze sich für Menschenrechte ein

„Thomas Oppermann reiste zu ihren Gerichtsprozessen und besuchte sie in Haft.“ Viele verfolgte Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten aus dem Nahen Osten empfing er als Vizepräsident des Bundestages und ermutigte sie, ihren Kampf für Menschenrechte fortzuführen. „Seine ermutigenden Worte und Taten haben vielen Verfolgten im Nahen Osten den Rücken gestärkt. Ihren Verfolgern signalisierte er, dass ihre Verbrechen im Deutschen Bundestag nicht unbemerkt bleiben“, erklärte Delius.

(Thomas Kopietz und Bernd Schlegel)

SPD-Politiker Thomas Oppermann ist überraschend bei einem ZDF-Dreh gestorben.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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