Ex-LKA-Chefin kämpft um ihren Job und gegen neue Abordnung

Ex-LKA-Chefin Thurau klagt wieder

Wiesbaden. Die juristischen Auseinandersetzungen zwischen Ex-LKA-Chefin Sabine Thurau und ihrem Arbeitgeber Land Hessen nehmen kein Ende. Jetzt reichte die 56jährige ehemalige Top-Polizistin eine weitere Klage ein, nachdem sie sich bereits gegen ihre Entlassung zum 30. September zur Wehr gesetzt hat.

Innenminister Boris Rhein (CDU) hatte die schon im November 2010 ins Innenministerium versetzte Beamtin während der Probezeit wegen illoyalen Verhaltens und Mängeln in der Personalführung gekündigt. Bei der neuen Klage wendet sie sich im Eilverfahren dagegen, an eine andere Stelle im Innenministerium abgeordnet zu werden, die ihrer früheren Gehaltsstufe als Polizeivizepräsidentin in Frankfurt entspricht.

Insgesamt gibt es inzwischen vier Klagen der streitbaren Beamtin vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden.

Sie selbst wird allerdings auch angeklagt: Anfang Oktober erhob die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage wegen uneidlicher Falschaussage. Thurau soll 2009 als damalige Vorgesetzte in einem Verfahren gegen einen Frankfurter Polizeibeamten als Zeugin die Unwahrheit gesagt haben.

Zu Beginn des vergangenen Jahres hatte es noch so ausgesehen, als würde Thurau ihre steile Karriere fortsetzen. Nach dem überraschenden Tod des LKA-Präsidenten Peter Raisch berief Volker Bouffier, damals noch Innenminister, Sabine Thurau zu dessen Nachfolgerin. Bald jedoch holten Altlasten aus ihrer Zeit in der Mainmetropole die Beamtin ein und machen seitdem auch Bouffiers Nachfolger Rhein das Leben schwer. Thurau war in Mobbing-Fälle verwickelt, die auch zu dem Prozess gegen den Beamten 2009 geführt hatten. In einem anderen Fall wurde das Land zur Zahlung von 8000 Euro Schmerzensgeld verurteilt, weil Thurau einen Beamten vorverurteilt hatte.

Die Stelle beim Landeskriminalamt ist nach wie vor unbesetzt. Die Chefaufgaben werden kommissarisch von Südhessens Polizeipräsident Gosbert Dölger wahrgenommen.

Von Petra Wettlaufer-Pohl

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