Thurau vor Rückkehr an LKA-Spitze: Freispruch rechtskräftig

Frankfurt. Comeback für Sabine Thurau: Nach langem juristischen Tauziehen nimmt die 58-Jährige ihre Tätigkeit als Leiterin des Landeskriminalamtes wieder auf. Ihre Probezeit läuft weiter.

Die zu Unrecht entlassene hessische LKA-Chefin Sabine Thurau wird voraussichtlich schon bald in ihr altes Amt zurückkehren und ihre Probezeit fortsetzen können. Der Freispruch des Landgerichts Frankfurt in einem Strafprozess ist rechtskräftig. Die 58-Jährige stand wegen uneidlicher Falschaussage vor Gericht. Gegen den Freispruch hatte die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt, diese nun aber nach wiederholter Prüfung doch zurückgezogen. Das sagte die Sprecherin der Anklagebehörde, Nadja Niesen, und bestätigte damit einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ/Dienstag).

Das Landgerichtsurteil vom Juni sei somit rechtskräftig, sagte ein Gerichtssprecher. Alle anderen Verfahren gegen Thurau sind nach Auskunft der Staatsanwaltschaften inzwischen eingestellt.

Rhein habe zugesagt, die von ihm entlassene Thurau persönlich wieder in das Amt als LKA-Chefin einzuführen, sobald alle Verfahren gegen sie eingestellt seien, hieß es im Innenministerium. Ein Termin stehe noch nicht fest. „Ich möchte so schnell wie möglich zum LKA zurück“, hatte die 58-Jährige nach ihrem Freispruch gesagt.

Thurau war 2010 als erste Frau überhaupt mit der Führung eines Landeskriminalamts betraut worden. Sie wurde aber nach etwa einem Drittel ihrer Probezeit vom Innenminister gefeuert. Im Dezember 2012 erklärte der Hessische Verwaltungsgerichtshof die Entlassung aber für nichtig, Thurau dürfe ihre Probezeit als LKA-Chefin beenden. Rhein entschied jedoch, dass Thurau wegen laufender Ermittlungen und dem Strafverfahren ins Innenministerium abgeordnet wurde. (lhe)

Rubriklistenbild: © dpa

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