HNA-Kommentar

Tibor Pézsa über Angst vor unkontrollierter Zuwanderung: Berechtigte Sorge

Tibor Pézsa, E-Mail: tpa@hna.de

Mit Beginn des neuen Jahres können sich auch Rumänen und Bulgaren in Deutschland frei um eine Arbeitsstelle bemühen. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Tibor Pézsa.

Der Streit zwischen den Europäern im Auswärtigen Amt und CSU-Chef Horst Seehofer hat zwei Seiten. Die offizielle: Deutschland, älter und zahlenmäßig schwächer werdend, profitiert von Zuwanderung. Wer selbst frei handeln, reisen und arbeiten will, kann dies seinen Nachbarn wohl kaum verweigern. Und EU-Bürger, die zu Unrecht Sozialleistungen in Anspruch nehmen, können schon heute bestraft werden.

Die Wirklichkeit ist in Duisburg; Berlin und anderen Städten zu besichtigen. Denn auch wenn Arbeitssuchende aus der EU in den ersten drei Monaten keinen Anspruch auf finanzielle Hilfe des aufnehmenden Landes haben, wird jedem in Not geholfen.

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Was gut für die oft unausgebildeten Betroffenen ist, ist aber auch eine Zuwanderung in unser Sozialsystem, dem keine Leistung gegenübersteht. Es gibt Geld, Lebensmittel und Kleidung auch außerhalb von Hartz IV. Arztkosten werden übernommen. Ein angemeldetes Gewerbe - und schon kann es Kindergeld geben, auch für Kinder im Ausland: Aus südosteuropäischer Sicht ist das eine Art Paradies auf Erden. Wo das Geld nicht reicht, drohen Prostitution und Kleinkriminalität.

Die Behörden zeigen sich überfordert, müssen sie doch in einer oft unüberschaubaren Gemengelage Einzelfälle überprüfen. Das beunruhigt die Bevölkerung zu Recht. Statt politischer Schaukämpfe braucht es Lösungen.

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