Tierschutzbund fordert sofortiges Verbot von Brandzeichen

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Verbrennung dritten Grades: Wegen der erheblichen Schmerzen, die das Brandeisen dem Fohlen zufügt, fordert der Deutsche Tierschutzbund ein sofortiges Verbot dieser Kennzeichnungsart.

Hannover. Der Deutsche Tierschutzbund hat Niedersachses Regierung aufgefordert, das geplante Verbot von Brandzeichen bei Pferden nicht länger zu verhindern. „Das Tier erleidet Qualen, nämlich Verbrennungen dritten Grades“, sagte Tierschutz-Präsident Wolfgang Apel gegenüber unserer Zeitung.

„Es ist kein kurzer Schmerz. Der Heilungsprozess dauert sehr lang. Und damit dauern die Schmerzen auch sehr lange.“ Auch die von einigen Züchtern vorgeschlagene Betäubung könne die Qualen nicht abmildern. „Der Schmerz wird wiederkommen, wenn die Betäubung weg ist.“

„Hier gibt es keinen Forschungsbedarf mehr, die Tierquälerei steht eindeutig fest.“

Der Bundesrat hatte sich vor acht Monaten mit großer Mehrheit für ein Verbot der traditionellen Kennzeichnung mit glühenden Brandeisen bei Pferden ausgesprochen. Dagegen machen die Zuchtverbände mobil; sie fürchten um den Verlust ihres prestigeträchtigen Markenzeichens. Das Land Niedersachsen wehrt sich ebenfalls; das Agrarressort will jetzt zunächst mit einem Gutachten die Schmerzempfindlichkeit von Fohlen prüfen lassen. „Bevor wir die Radikallösung wählen, sollten wir die Alternativen untersuchen“, meinte Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU).

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