Timoschenko außerhalb von Gefängnis untersucht

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Julia Timoschenko ist "ernsthaft krank".

Kiew - Die erkrankte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist erstmals außerhalb der Haftanstalt in Charkow ärztlich untersucht worden.

Deutsche Spezialisten hatten die Oppositionsführerin als “ernsthaft krank“ bezeichnet. Gemäß den Empfehlungen ausländischer Experten seien Röntgen- und MRT-Aufnahmen gemacht worden, teilte der Staatliche Gefängnisdienst der Ex-Sowjetrepublik am Donnerstag mit.

Einen Bluttest habe Timoschenko erneut abgelehnt, da sie auf “unabhängigen Ärzte“ bestehe, hieß es. Nach der Untersuchung wurde die 51-Jährige zurück in die Zelle gebracht. Das Ergebnis war zunächst nicht bekannt.

Lange Haftstrafe: Julia Timoschenko im Porträt

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Kanadische Ärzte, die Timoschenko gemeinsam mit Experten der Berliner Charité im Straflager untersucht hatten, erhoben unterdessen Vorwürfe gegen die ukrainischen Behörden. Ihnen seien eigene Analyse-Instrumente für eine Blutuntersuchung unter Verweis auf ukrainische Gesetze verweigert worden, teilte Teamleiter Peter Kujtan nach Angaben der Zeitung “Ukrainskaja Prawda“ mit.

Die Mediziner hätten mit Tests mögliche Vergiftungen untersuchen wollen. Zudem schrieb Kujtan in einer Stellungnahme, er sei besorgt, dass der Patientin “Stoffe“ verabreicht würden, die in Kanada verboten seien. Timoschenko war im Oktober 2011 in einem international kritisierten Prozess wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Nach Angaben ihrer Tochter leidet sie unter anderem an einem Bandscheibenvorfall.

dpa

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