Timotschenko-Schicksal: Merkel findet, Deutsche können froh sein

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Kanzlerin Angela Merkel bei einer CDU-Wahlkampfveranstaltung im Stadtpark von Norderstedt am Montag

Berlin - Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts des Schicksals der inhaftierten ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko die Deutschen daran erinnert, wie gut sie es eigentlich haben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einer Wahlkampfrede an das Schicksal der inhaftierten ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko erinnert. Wenn man sich die Situation Timoschenkos vor Augen führe, könnten die Menschen in Deutschland froh sein, in einem solch demokratischen Land zu leben, sagte die CDU-Vorsitzende am Montagabend auf dem Marktplatz von Heide (Kreis Dithmarschen). Merkel ging nicht weiter auf die Situation der ukrainischen Politikerin oder die Diskussion über einen möglichen Boykott der dortigen Fußball-EM-Spiele ein.

Die erkrankte frühere ukrainische Regierungschefin und Widersacherin von Präsident Viktor Janukowitsch leidet unter einem Bandscheibenvorfall und befindet sich nach eigenen Angaben seit dem 20. April im Hungerstreik. Deutschland hat angeboten, die Politikerin, die in ihrer Heimat zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, zur ärztlichen Behandlung aufzunehmen.

Die Ukraine ist gemeinsam mit Polen Ausrichter der am 8. Juni beginnenden Fußball-Europameisterschaft. Merkel erwägt, ihren Ministern zu empfehlen, den EM-Spielen in der Ex-Sowjetrepublik fernzubleiben - dies gilt laut „Spiegel“ für den Fall, dass Timoschenko nicht für eine angemessene medizinische Behandlung freigelassen wird. Die Ukraine reagierte am Montag empört auf Boykott-Drohungen aus Deutschland.

dpa

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