Tochter von Nazi-Mordopfer: Entschädigungssumme ist beleidigend

Frankfurt. Für die Tochter eines der Neonazi-Mordopfer aus Nürnberg ist die derzeit debattierte Entschädigung in Höhe von rund 10.000 Euro „beleidigend“. Das wiege den Verlust des Vaters und die Jahre ohne ihn nicht auf, sagte die in Mittelhessen lebende Semiya Simsek.

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Sie begrüßte aber eine mögliche Trauerfeier: „Es ist schön, wenn man allen Opfern so gedenkt. Ich würde daran auch teilnehmen.“ Simseks Vater, ein Blumenhändler, war im Jahr 2000 in Nürnberg ermordet worden.

Der Wunsch nach einer Entschädigung sei nicht von den Angehörigen gekommen, betonte Simsek. „Mir bringt das Geld nichts.“ Vielleicht könne es Familien helfen, die nach den Morden in finanzielle Not gerieten. 10.000 Euro seien dafür aber zu wenig. Sie sah das Angebot einer Entschädigung zudem als Eingeständnis der Politik für die Pannen bei den Ermittlungen zur Mordserie. (dpa)

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