Torso-Mord: Gericht bestätigt lebenslange Haft

Goslar. Für den Mord an einem Bordellchef muss ein 28-jähriger Mann aus dem Landkreis Goslar lebenslang ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof bestätigte jetzt das Urteil des Landgerichts Braunschweig, teilte das Gericht am Donnerstag mit.

Der Verurteilte war gegen seine lebenslange Inhaftierung vorgegangen.

Der Mann hatte den Bordellchef gemeinsam mit seinem Vater, einem Schlachter, umgebracht. Anschließend hatte der Vater den Toten verstümmelt und die Leichenteile in die Okertalsperre im Harz geworfen. Deshalb war die Tat auch als Torso-Mord bekannt geworden. Auch der Vater war zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Hintergrund der Tat war ein Streit um 300.000 Euro. Der Schlachter hatte dem Opfer das Geld als Beteiligung gegeben und auf Rache gesonnen, als der erhoffte Profit ausblieb.

Der 28-Jährige hatte während der Verhandlung eingeräumt, dem Opfer auf den Kopf geschlagen zu haben. Er sei aber aus dem Raum gegangen, nachdem sein Vater den Bordellchef angeschossen habe, sagte er.

Der Richter wertete diese Aussage als unglaubhaft. Der Sohn habe geholfen, die Leichenteile zu beseitigen und sei deshalb mitverantwortlich. (lni)

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