Tote 13-Jährige: Vater noch immer auf der Flucht

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Nienburg. Die Polizei hat trotz vieler Tipps aus der Bevölkerung immer noch keine heiße Spur von dem Iraker, der vor einer Woche im Kreis Nienburg seine Tochter erschossen haben soll.

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„Wir haben inzwischen 82 Hinweise, die sich in erster Linie auf mögliche Aufenthaltsorte des Mannes beziehen“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Es gebe allerdings bisher keinen einzigen Tipp, der sich als wirklich relevant für die Ermittler heraus gestellt habe.

Die 13-Jährige Souzan soll nach Angaben der „Neuen Presse“ Hannover eventuell am nächsten Mittwoch auf dem Stadtfriedhof in Hannover-Lahe beerdigt werden. Dies konnte der Polizeisprecher am Sonntag aber nicht bestätigen. Auf dem Friedhof gibt es ein Gräberfeld, wo Jesiden entsprechend ihrer Religion in Richtung der aufgehenden Sonne beigesetzt werden können.

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Die Ermittler prüfen inzwischen auch einen Brief, den die Eltern der getöten 13-Jährigen ihr kurz vor ihrem Tod schrieben. Der Polizeisprecher sagte, in dem Brief hätten die Eltern ihrer Tochter angeboten, sich mit ihr über die Dinge zu unterhalten, die in der Vergangenheit falsch gelaufen seien. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung soll der Vater den Versöhnungsbrief vier Tage vor der Tat geschrieben und das Mädchen so in eine Falle gelockt haben. Die Zeitung „Die Welt“ zitierte bereits am Freitag daraus.

Der Vater soll das Mädchen am vergangenen Montag nach einem gescheiterten Versöhnungsgespräch auf der Straße in Stolzenau im Kreis Nienburg erschossen haben. Die Jugendliche war wegen familiärer Konflikte ein halbes Jahr zuvor in ein Heim gezogen und hatte sich geweigert, zu ihrer Familie zurückzukehren. Auslöser der Bluttat könnte das Vorhaben des Landkreises Nienburg gewesen sein, den Eltern das Sorgerecht für das Mädchen zu entziehen. (dpa)

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