Syrien-Konflikt

Tote bei US-geführten Luftangriffen in Syrien

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Zwölf Kämpfer sind am Donnerstag bei einem Angriff in Syrien ums Leben gekommen.

Nach Angaben von Aktivisten sind am Donnerstag bei einem Angriff in der syrischen Stadt Albu Kamal mindestens zwölf Kämpfer getötet worden. Die Luftangriffe seien von der US-Koalition geführt worden.

Damaskus - Bei Luftangriffen der US-geführten Koalition auf Militärposten im Osten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens zwölf regierungstreue Kämpfer getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mitteilte, wurden bei einem Angriff auf eine Stellung südlich von Albu Kamal mindestens drei Fahrzeuge zerstört. Die getöteten Kämpfer waren demnach keine Syrer. Angaben zu ihrer Nationalität machte die Beobachtungsstelle aber nicht.

Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien, ihre Angaben sind kaum unabhängig zu überprüfen.

Offizieller Bericht: Nur „Sachschaden“

Einem staatlichen syrischen Medienbericht zufolge hatten die Luftangriffe der US-geführten Koalition in der Nacht zum Donnerstag mehrere Stellungen der syrischen Armee getroffen. Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Armeekreise berichtete, wurden mehrere Militärposten zwischen Albu Kamal und Hmeimeh im Osten des Landes getroffen. In dem Bericht war jedoch lediglich von "Sachschaden" die Rede.

Albu Kamal und Hmeimeh liegen in der ostsyrischen Provinz Deir Essor. Dort gehen die von Russland unterstützten syrischen Truppen sowie die US-geführte Militärkoalition in unterschiedlichen Offensiven gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vor.

Eine im vergangenen Jahr eingeführte Trennlinie entlang des Euphrat-Flusses soll beide Seiten daran hindern, sich in die Quere zu kommen. Die syrischen Truppen sind westlich des Flusses, die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) östlich des Flusses stationiert.

Die US-geführte Anti-IS-Koalition und die SDF äußerten sich zunächst nicht zu den mutmaßlichen Angriffen.

Lesen Sie auch: Internationale Koalition greift Militärziele in Syrien an.

afp

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