"Terrorakt"

Anschlag in Jerusalem: Baby stirbt

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Bei einem mutmaßlichen "Terrorakt" in Jerusalem ist ein Palästinenser in eine Gruppe von Fußgängern gerast. Bei dem Vorfall am Mittwochabend seien ein Säugling getötet und acht weitere Menschen verletzt worden.

Jerusalem - Bei einem mutmaßlichen "Terrorakt" in Jerusalem ist ein Palästinenser in eine Gruppe von Fußgängern gerast. Bei dem Vorfall am Mittwochabend seien ein Säugling getötet und acht weitere Menschen verletzt worden.

Das teilten die israelischen Behörden mit. Der Angreifer verunglückte auf der Flucht mit dem Auto und wurde von Polizisten angeschossen. Israels Regierung bezeichnete den Angreifer als Mitglied der Hamas-Bewegung und als "palästinensischen Terroristen".

Der Vorfall passierte um 18.00 Uhr (Ortszeit; 17.00 MESZ) nahe der Straßenbahn-Haltestelle am sogenannten Munitionsberg im Norden der Stadt. Die Straße mit der Tramlinie trennt den israelischen Westteil Jerusalems vom annektierten Osten der Stadt und gehört zu den wichtigsten Verkehrsadern der geteilten Stadt. Im Internet veröffentlichte Videoaufnahmen zeigten, wie eine graue Volkswagen-Limousine mit Wucht eine Gruppe von Passenten überrollt, die auf einem Grünstreifen zwischen Straße und Schienenbett steht.

Das bei dem Anschlag schwer verletzte, drei Monate alte Baby sei im Krankenhaus verstorben, sagte später eine Sprecherin des Jerusalemer Krankenhauses Hadassah. Demnach wurden zwei weitere Passanten schwer verletzt. Über den Gesundheitszustand des angeschossenen Angreifers, der in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, wurde zunächst nichts bekannt. Er war laut Augenzeugen mit seinem Auto gegen einen Pfeiler geprallt. Als er zu Fuß zu fliehen suchte, wurde er von der Polizei angeschossen.

Regierungssprecher Ofir Gendelman schrieb auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter, der Mann sei ein "palästinensischer Terrorist" und Mitglied der im Gazastreifen regierenden radikalislamischen Hamas. Nach Polizeiangaben handelt es sich um einen 21-Jährigen aus dem Viertel Silwan, der auch schon einmal im Gefängnis gesessen habe. Das Fahrzeug soll auf den Namen seines Vaters registriert sein.

"Erste Anhaltspunkte legen nahe, dass es sich um einen Terrorakt nach dem Muster Zuschlagen-und-Fliehen handelt", sagte Polizeisprecherin Luba Samri. Regierungschef Benjamin Netanjahu ordnete eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen an, wie sein Sprecher mitteilte. Die Polizeipräsenz in Jerusalem soll demnach verstärkt werden.

dpa

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