Die 14-jährige Marilena Kirchner aus der Rhön ist der neue Star der Schlager-Szene

Im Keller ihres Elternhauses : Die 14-jährige Marilena Kirchner. Sie hat beim Silvesterstadl der ARD den Nachwuchspreis als beste Schlagersängerin gewonnen. Foto: dpa

Tann. Sie ist erst 14 Jahre alt und macht schon in der deutschen Schlagerszene von sich reden: Marilena Kirchner aus Tann in der Rhön. Das Mädchen mit den blonden Haaren und der Zahnspange gewann vor wenigen Tagen einen Nachwuchspreis beim ARD-Silvesterstadl.

Nach sechs schweizer Siegen war sie in der Sendung die erste Deutsche Gewinnerin überhaupt.

Hier sehen Sie in einem Youtube-Video das Lied "A Lausbua muss er sei" von Marilena Kirchner

„Ich kann es noch kaum glauben und hoffe, dass das ein Sprungbrett für mich ist“, sagt sie und lächelt. Im lila karierten Dirndl begeisterte sie mit „A Lausbua muss er sein“, die Zuschauer in Graz (Österreich). Erfahrungen mit Publikum und auf der Bühne hat die Gymnasiastin mit der herzlichen Ausstrahlung bereits bei Dutzenden Auftritt gesammelt. Der Startschuss fiel vor rund drei Jahren beim Songcontest in ihrer Heimatgemeinde – und plötzlich wurde alles größer.

„Stefanie Hertel und Helene Fischer sind meine Vorbilder.“

2011 bekam Marilena den Herbert-Roth-Preis, eine bedeutende Nachwuchs-Auszeichnung, die auch schon Florian Silbereisen holte. Im Sommer brachte sie sogar ihr erstes Album („Ich bin wie ich bin“) auf den Markt. Die Texte schrieben Profis, die schon andere Könner mit Heimat-, und Herzschmerzzeilen versorgt haben. Mittlerweile hat das Mädchen ihren eigenen Internetauftritt, Fan-Clubs und Autogrammkarten. Im Keller ihres Elternhauses verbirgt sich ein Proberaum. . Hier übt sie ihre Lieder. Dabei wiegt sie sich gekonnt im Takt der Musik, wie man das von den Stars der Branche kennt. „Stefanie Hertel und Helene Fischer sind meine Vorbilder“, verrät sie. Sie spielt Klavier, Gitarre und muss schon morgens unter der Dusche singen. Das Faible kommt nicht von ungefähr. Vater Harald Kirchner (43) arbeitet als musikalischer Alleinunterhalter und Zeremonienmeister bei Volksfesten in der Region. Mit Keyboard und Akkordeon bringt „Magic Rhön“ die feierwütige Meute routiniert zum Tanzen.

Auch Marilena will ihr „Hobby zum Beruf machen“. Ihre Ziele: Zweites Album, Abitur und ein Musikstudium „in Wien oder München“. Ihre Eltern unterstützen Marilena engagiert. Mutter Carina (38) sagt: „Wir sehen, wie viel Spaß es ihr macht, halten aber auch schützend die Hände darüber. Es soll nicht in Stress ausarten – und Schule geht vor.“ Kritik, dass sie ihre Tochter vermarkte, habe sie noch nicht gehört.

Und was sagt der Freundeskreis des Mädchens? „Klar sind das nicht die größten Volksmusik-Fans in dem Alter. Aber sie finden es gut, wie ich das präsentiere.“ Sie selbst höre ja auch andere Sachen: „David Guetta, AC/DC und so.“ Zugleich eine Vorliebe für Volksmusik zu pflegen, ist für sie nicht ungewöhnlich. Sie singe ja auch nicht so biedere Texte. Ein paar Zeilen für ein neues Lied hat sie schon im Kopf: „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“

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