Trittin glaubt an Lösung im Streit um Kosten des Atomausstiegs

+
2022 soll das letzte Kernkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Berlin (dpa) - Trotz anhaltender Differenzen mit den Energiekonzernen setzt Grünen-Politiker Jürgen Trittin weiter auf einen Kompromiss für die Finanzierung des Atomausstiegs.

"Ich glaube immer noch, dass wir die Chance auf eine Lösung haben", sagte der Co-Vorsitzende der zuständigen Regierungskommission der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den nächsten Beratungstermin am Mittwoch. "Diese Lösung macht nur Sinn, wenn wir noch im Laufe dieses Jahres die Gesetzgebung abschließen. Und das heißt, wir müssten noch in diesem Sommer in die Gesetzgebung einsteigen."

Es geht darum, wie Rücklagen der Energiekonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall von inzwischen rund 40 Milliarden Euro für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Entsorgung des Atommülls langfristig gesichert werden. Die Kommission will verhindern, dass die Steuerzahler in die Bresche springen müssen.

Eigentlich sollte das Gremium am 13. April zum letzten Mal tagen, vorsorglich wurde aber ein weiterer Termin für den 21. April festgesetzt. "Für die Unternehmen wäre es die schlechteste und teuerste Lösung, wenn wir keine Lösung finden würden", sagte Trittin. "Wenn wir nicht zu Potte kommen, landet das im Bundestagswahlkampf, und dann gibt es keine Lösung vor 2018."

Stresstest zu Atom-Rückstellungen

Mitteilung mit Namen der Kommissionsmitglieder

Gabriels Gesetzentwurf zur Konzernhaftung

FÖS-Studie

Aktive und stillgelegte AKW in Deutschland

Studie zu Rückstellungen im Auftrag der Grünen

Eon zu Aufspaltung

Antwort BMWI im Bundestag

Grünen-Memo zu Antwort Gleicke

BUND zu AKW-Rückbau

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.