Kreml nennt Trump „Enttäuschung“

Trump sauer über Russland-Ermittlungen: „Lässt USA schlecht aussehen“

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Donald Trump und Russland - es bleibt ein Endlos-Thema. Trump hat nun die Ermittlungen gegen ihn gerügt. Der Kreml bezeichnete die Entwicklung der Beziehung zu den USA unterdessen als „Enttäuschung“.

Washington/Moskau - US-Präsident Donald Trump hält die Ermittlungen in der Russland-Affäre für schädlich für das Ansehen der USA. "Es lässt das Land sehr schlecht aussehen und rückt das Land in eine sehr schlechte Position", sagte Trump am Donnerstag der New York Times mit Blick auf die Ermittlungen. "Je schneller das geregelt ist, desto besser."

Er glaube aber, dass Sonderermittler Robert Mueller ihn fair behandeln werde, sagte Trump. Die Aussage steht im Widerspruch zu jüngsten Äußerungen von Republikanern zur Glaubwürdigkeit des Sonderermittlers. Diese hatten die Einsetzung eines neuen unabhängigen Ermittlers gefordert, um eine angebliche Voreingenommenheit gegenüber Trump zu untersuchen.

Trump distanziert sich von seinem Wahlkampfleiter

Trump erklärte demonstrativ, er sei nicht besorgt über die laufenden Ermittlungen. Wie "jeder weiß", habe es keine geheimen Absprachen mit Russland gegeben. "Es gab keine Absprachen, aber ich denke, er wird fair sein", sagte Trump mit Blick auf Mueller.

Mueller untersucht, ob Trumps Wahlkampfteam vor Amtsantritt des Präsidenten illegal mit Moskau kooperierte und ob der US-Präsident später versuchte, die Ermittlungen zu den Russland-Kontakten zu behindern. Die Ermittlungen führten bereits zur Festnahme von Trumps zeitweiligem Wahlkampfleiter Paul Manafort.

Trumps distanzierte sich in der New York Times von Manafort. "Er hat für mich gearbeitet - wie lange war das, dreieinhalb Monate?", sagte Trump und verwies auf Verbindungen Manaforts auch zu anderen Republikanern wie John McCain und Ronald Reagan.

Kreml: Beziehung zu den USA ist „Enttäuschung des Jahres“

Der Kreml hat das schlechte Verhältnis zu den USA als eine der größten Enttäuschungen des Jahres bezeichnet. „Diese Haltung, die Washington zu unserem Land einnimmt, kann nur Bedauern hervorrufen“, sagte Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten, am Freitag in Moskau. Staatschef Wladimir Putin sei in diesem Jahr wiederholt zu einem Dialog bereit gewesen. „Doch es braucht zwei für einen Tango“, sagte der Kremlsprecher der Agentur Tass zufolge.

Auch in den USA hieß es wiederholt, das bilaterale Verhältnis mit Moskau habe einen Tiefpunkt erreicht. Neben den Konflikten in der Ukraine und in Syrien belasten vor allem Vorwürfe der russischen Einmischung in den US-Wahlkampf die Stimmung. Der diplomatische Streit beider Länder schaukelte sich im Sommer weiter hoch, als Moskau eine drastische Reduzierung des Personals in den US-Vertretungen in Russland durchsetzte. Als Reaktion ließ Washington russische Vertretungen schließen.

dpa/AFP/fn

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