Ermittler sei fair zu ihm

Trump: Russland-Ermittlung schadet dem Ansehen der USA

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Donald Trump bekräftigte im Interview mit der "New York Times" mehrfach, dass es keine Absprachen mit Russland gegeben habe. Foto: Evan Vucci

Seit Wochen gibt es in Washington Spekulationen darüber, ob Trump in die Russland-Ermittlungen eingreifen könnte. Nun spricht Trump ausführlich über die Affäre - und offenbart erneut ein erstaunliches Verständnis über die Justiz.

Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump ist der Meinung, dass die Ermittlungen in der Russland-Affäre dem Ansehen der USA schaden. Die Untersuchung des Sonderermittlers Robert Mueller rücke das Land in ein schlechtes Licht, sagte Trump in einem Interview der "New York Times".

Er zeigte sich zugleich überzeugt davon, dass Mueller ihn fair behandeln werde. Es habe keine geheimen Absprachen zwischen seinem Wahlkampfteam und Russland gegeben und die Ermittlungen würden das zeigen, erklärte Trump.

Mueller geht vor dem Hintergrund der Vorwürfe einer russischen Einflussnahme auf die Präsidentenwahl der Frage nach, ob es zwischen Trumps Wahlkampflager und Moskau geheime Vereinbarungen gab. Dem Vernehmen nach untersucht er in diesem Zusammenhang auch, ob Trump versucht hat, auf Ermittlungen des FBI einzuwirken. Die Affäre belastet Trumps Präsidentschaft massiv. Er hat sie wiederholt als "politische Hexenjagd" diskreditiert.

Der Republikaner bekräftigte in dem Interview am Donnerstag insgesamt 16 Mal, dass es keine Absprachen mit Russland gegeben habe. Die "New York Times" führte das Gespräch mit Trump nach eigenen Angaben spontan in dessen Feriendomizil Mar-a-Lago in Florida. Trump ging dabei auf eine ganze Reihe von Themen ein.

Die Frage, ob er dem Justizministerium anordnen würde, neue Ermittlungen zu der E-Mail-Affäre um die Demokratin Hillary Clinton einzuleiten, beantwortete Trump ausweichend. Er habe das "absolute Recht" dazu, mit dem Justizministerium zu machen, was er wolle. Er habe sich bislang nicht eingeschaltet, weil er hoffe, selbst fair behandelt zu werden. Damit spielte er offenbar erneut auf die Russland-Ermittlungen an.

In den vergangenen Wochen hatte es Spekulationen gegeben, dass Trump versuchen könne, der Untersuchung ein Ende zu bereiten. Unterstützer des Präsidenten argumentieren, dass er das Recht dazu habe. Seine Gegner befürchten dagegen einen Eingriff in die Unabhängigkeit der Justiz. Viele Republikaner haben Muellers Ermittlungen zuletzt in ein schlechtes Licht gerückt und die politische Neutralität des FBI angezweifelt.

Trump sagte, er wisse nicht, wie lange die Untersuchung noch andauern werde. Das plage ihn aber auch nicht, weil der Sonderermittler fair zu ihm sein werde.

Am Ende des Interviews zeigte sich der Präsident überzeugt davon, dass er 2020 wiedergewählt wird. Er werde erfolgreich sein, weil es dem Land wieder gut zu gehen beginne und es wieder geachtet werde, sagte er. Ein anderer Grund sei der, dass "die Zeitungen, das Fernsehen, alle Arten von Medien untergehen werden, wenn ich nicht da bin, denn ohne mich werden ihre Einschaltquoten den Bach heruntergehen".

"Daher müssen sie mich im Prinzip gewinnen lassen. Und früher oder später, wahrscheinlich sechs Wochen vor der Wahl, werden sie mich lieben, weil sie sagen, "bitte, bitte verliere nicht, Donald Trump"."

Interview-Auszüge

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