Nach Gewalt gegen Protestler

Türkei in die EU?  Seehofer sagt "Nein!"

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Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer ist ggen einen EU-Beitritt der Türkei.

München - Eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU kommt für Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer weiterhin nicht in Frage.

Der "Bild"-Zeitung (Montagausgabe) sagte Seehofer: "Wie die türkische Regierung mit den Protesten umgeht, ist für mich ein starkes Argument gegen einen Beitritt zur EU. Eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU kommt für die CSU ohnehin nicht in Betracht."

Nach der gewaltsamen Räumung des Protestlagers im Gezi-Park mit Dutzenden Verletzten hat die türkische Polizei am Sonntag den gesamten Taksim-Platz in Istanbul abgeriegelt. Bis in die frühen Morgenstunden hatte es zuvor Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten gegeben. Protestierende versuchten, auf den Taksim-Platz zurückzukehren. Im Gezi-Park, der an den Platz angrenzt, beseitigten Bulldozer die Reste der zweiwöchigen Proteste gegen die religiös-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

Türkei: Mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Erdogan-Protestler - Bilder

Türkei: Mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Erdogan-Protestler - Bilder

Die Polizei hatte am Samstagabend das Zeltdorf der Demonstranten gewaltsam unter Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern geräumt und Tausende Menschen vertrieben. Darunter war auch die deutsche Grünen-Chefin Claudia Roth, wie ein Parteisprecher in Berlin bestätigte. Roth äußerte sich demnach empört über die brutale Räumung.

zr/AP

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