Über 20 Tote bei Anschlägen auf Strandhotels in der Elfenbeinküste

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Soldaten sichern die Straße vor dem Hotel "Etoile du Sud", wo die Attacke stattfand. Foto: Legnan Koula

Mindestens 22 Menschen sterben bei Anschlägen auf drei Hotels in der Elfenbeinküste getötet worden. Hinter der Tat werden Extremisten einer Splittergruppe der Al-Kaida vermutet.

Abidjan (dpa) - Bei Anschlägen auf drei Hotels in der Elfenbeinküste sind am Sonntag mindestens 22 Menschen getötet worden. Unter den Toten sollen sich auch vier westliche Ausländer befinden, wie der Polizeisprecher Bredou M'Bia der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Mehrere bewaffnete Männer hatten in Grand-Bassam, rund 40 Kilometer südöstlich der Wirtschaftsmetropole Abidjan, das Feuer auf Hotelbesucher eröffnet. Eine Splittergruppe der Al-Kaida bekannte sich nach Angaben des französischen Radiosenders RFI zu den Anschlägen. 

Am Sonntagabend dauerten nach Angaben der Behörden in einem der Hotels noch Feuergefechte zwischen französischen und ivorischen Streitkräften mit einem der Angreifer an.

"Es sei zu früh, um zu sagen, ob wir es mit einem Terroranschlag zu tun haben", obwohl die Vorgehensweise darauf hindeute, sagte Innenminister Ahmed Bakayoko. Bei den Anschlägen wurden nach Angaben der Behörden zwei Soldaten und sechs der Angreifer getötet. Die Identität der Angreifer konnte zunächst jedoch nicht festgestellt werden.

Nach Angaben eines Mitarbeiters in einem Krankenhaus in Abidjan wurden in Folge der Anschläge mehr als 20 Schwerverletzte in das Krankenhaus eingeliefert. Die Zahl der Toten könnte demnach weiter steigen.

"Einer der Attentäter, den ich gesehen habe, war wie ein Dschihadist gekleidet - mit einem langen Gewand und Bart", sagte der Touristenführer und Augenzeuge Sékou Diarra. Die drei angegriffenen Hotels - "La Paillote", "Etoile du Sud" and "Koral Beach" - seien auch bei westlichen Besuchern beliebt, die sich vor allem an Sonntagen an den Stränden aufhalten, so Diarra.

Die Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb ist unter anderem in Mali, Marokko, Tunesien und Algerien aktiv.

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