Über Schule zur Politik

Malte Schober tritt für  CDU als Direktkandidat für Wahlkreis Northeim an

Hat gern die Familie um sich: CDU-Direktkandidat Malte Schober mit Ehefrau Ilka Jentsch und Sohn Tariq in der Eigentumswohnung in der Hindenburgstraße in Northeim. Foto: Gödecke

Northeim. Politisch interessiert zeigte sich Malte Schober schon in seiner Jugend. In seiner Schülerzeit war er bei der Gründungsversammlung der Grünen in seiner damaligen Heimatstadt Bad Lauterberg mit von der Partie.

Das Interesse an Politik ist noch gewachsen, das politische Lager heute allerdings ein anderes. Der 40-jährige Northeimer ist CDU-Direktkandidat für die Landtagswahl 2013 im Wahlkreis Northeim.

Dass ihm die Parteifreunde zutrauen, den Wahlkreis für die Christdemokraten zu gewinnen, kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist Schober nicht nur Vize-Vorsitzender des CDU-Kreisverbands und Stadtverbandes, sondern seit 2011 auch im Kreistag und im Northeimer Stadtrat vertreten. Zudem ist der Gymnasiallehrer und Studiendirektor an der Göttinger KGS auch Mitglied des Landesfachausschusses Bildung der niedersächsischen CDU.

„Schulfrieden ist mir wichtig“

Das Thema Bildung und Schule hat ihm auch vor vier Jahren den Weg in die CDU-Mitgliedschaft geebnet. „Der Schulfrieden ist mir politisch wichtig, und da fühle ich mich in der CDU am besten aufgehoben“, sagt Schober, der seit zehn Jahren in Northeim wohnt und von 2002 bis 2006 auch einmal Lehrer am Northeimer Gymnasium Corvinianum war. Das dreigliedrige Schulsystem einschließlich neuer Oberschule als Grundlage und die Gesamtschule als vernünftige Ergänzung, allerdings nur da, wo die Nachfrage vorhanden ist. Das sei mittlerweile das offener gewordene schulpolitische Credo der CDU, dem er gerne folge.

Beim Thema Studengebühren liegt Kandidat Schober allerdings nicht ganz auf der Linie seiner Partei. „Die sollten schon bestehen bleiben“, meint er. „Allerdings werde ich mich für eine Absenkung einsetzen.“

Dem Pädagogen, der von 2006 bis 2009 beim Landesrechnungshof in Hildesheim und für ein halbes Jahr als Referent im Kultusministerium in Hannover tätig war, ist durchaus klar, dass er den Sprung in den Landtag nur direkt schaffen kann. Auf der CDU-Landesliste reichte es für den Politneuling auf Landesebene nur für Platz 68, und der wird wahrscheinlich nicht mehr für den Parlamentseinzug reichen.

Politisch engagieren will sich Schober allerdings auch dann weiter, wenn es mit dem Landtagseinzug nicht klappen sollte. „Ich habe ja meine Mandate im Kreistag und im Stadtrat und ich bin ein Typ, der gern anderen hilft. Das klingt nach Wahlkampf, ist es aber nicht.“ Einsetzen möchte sich der Northeimer auch für eine bessere Vernetzung von Politik und Wirtschaft. „Als Abgeordneter muss man die Informationen, die man bekommt, zu den Betrieben tragen und als Ansprechpartner fungieren, um sie zu motivieren. Zu warten, bis Firmen bei der Verwaltung um Unterstützung bitten, ist der falsche Weg.“

Eine Arena als Vision

Da Schober seine aktive Laufbahn als Fußballer beim Kreisligisten Tuspo Südring vor vier Jahren wegen zunehmender Zipperlein im Rücken an den Nagel hängen musste, hat er nun seinen Spaß als zuschauender Sportfan gefunden. So geht er öfters zu den Heimspielen von Eintracht Northeim oder schaut sich die Handballspiele des NHC an. „Der NHC, das ist eine wirklich gute Truppe,“ sagt er und verrät eine Vision, die ihm vorschwebt: „Mein Traum ist, dass Northeim ähnlich wie Göttingen eine neue Sportarena bekommt. Die alte Schuhwallhalle ist doch ein Fass ohne Boden.“ Er könne sich auch vorstellen, dass in Northeim eine Art Leistungszentrum für Jugendliche im Fußball, Handball und Schwimmen etabliert wird.

Viel Wert legt Kandidat Schober auch auf das Familienleben. So verbringt er möglichst jede freie Minute mit seiner Frau Ilka Jentsch, die ebenfalls Lehrerin ist und am Northeimer Corvinianum arbeitet, sowie mit dem dreijährige Söhnchen Tariq. „Und“, so verrät der passionierte Kaffeetrinker mit einem Lächeln, „unsere Familienplanung ist sicher noch nicht abgeschlossen.“

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