Teil 4 der Serie zur Geschichte der Medien

Medien in Zeiten des Internets: Neue Öffentlichkeit durch Social Media

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Die Entstehung des Internets hat der Mediengeschichte eine neue Wendung gegeben. Die ganze Welt ist mittlerweile verbunden. Was bedeutet das? Wir liefern Antworten auf einige Fragen.

Wie funktioniert das Internet technisch?

Das Internet ist ein Netzwerk und besteht aus verschiedenen technischen Elementen. Auf riesigen Massen an Servern (Diener) sind alle notwendigen Informationen gespeichert. Sie sind über Kontinente hinweg durch Kabel mit den Routern (Verteiler) verbunden, die den jeweiligen Haushalt an das Internet anbinden. Die Verbindung von den Routern zu Smartphones, Laptops, Tablets und Co. verläuft häufig über eine drahtlose Verbindung – das Wlan. Für den Verkauf der Internetanschlüsse sind die Provider (Anbieter) zuständig.

Welche Potenziale hat das Internet?

Nutzer der ganzen Welt können mit verschiedenen Endgeräten auf das Internet zugreifen. Es ist multimedial. Außerdem können Informationen permanent aktualisiert und deshalb schneller veröffentlicht werden als es traditionelle Medien schaffen. Das Netz verfügt zudem über eine riesige Speicherkapazität. So können Themen sehr detailliert dargestellt werden. Die größte Besonderheit des Internets ist seine Interaktivität. Nutzer können sofort reagieren und sich austauschen. Das war zuvor bei keinem Medium möglich.

Wer nutzt welche Angebote im Internet?

Noch vor zehn Jahren waren nur 6,5 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren online unterwegs. Heute ist die Nutzerzahl fast 14 Mal so groß: Etwa 90 Prozent surfen im Internet – heute vor allem über mobile Endgeräte. Vor allem Streaming-Dienste wie Amazon Prime und Netflix machen dem Fernsehen Konkurrenz.

Was ist das Besondere an sozialen Medien?

Die sozialen Medien ermöglichen den Nutzern die größte Beteiligung an einer öffentlichen Kommunikation. Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass sie eine eigene Öffentlichkeit schaffen. Mit dem Posten und Teilen von Fotos und Wortbeiträgen bestimmen sie die Wichtigkeit von Themen. Diese wurden früher vorwiegend von den Massenmedien Zeitung, Radio und Fernsehen gesetzt. Deswegen spricht man auch von einem Rollenwechsel zwischen Nachrichtensender (Kommunikator) und Nachrichtenempfänger (Rezipient).

Welche Chancen und Risiken birgt die Digitalisierung?

Für Unternehmen und Journalisten ist es ein Vorteil, mit Kunden und Lesern im direkten Austausch stehen zu können – nicht zuletzt, um sich stetig zu verbessern.

Kritiker warnen allerdings vor der Informationsflut und Datenunsicherheit im Internet. Prinzipiell kann sich jeder öffentlich äußern. Im schlimmsten Fall führt dies zu der Verbreitung von Fake News (Falschinformationen). Deswegen leiden Online-Angebote auch gegenüber anderen Medien häufig an Glaubwürdigkeitsverlust. Nutzern fehlt in dem Überangebot häufig die Orientierung. Unabhängige Journalisten bleiben als Vermittler daher relevant.

Stichwort Soziale Medien: 

Soziale Medien (Englisch: Social Media) gehören für zahlreiche Online-Nutzer längst zum Alltag. Hier einige Plattformen samt jeweiliger Links zu unserer Zeitung:

Facebook (2,07 Mrd. Nutzer/Monat): Das Erstellen eines Profils auf Facebook dient der Vernetzung mit anderen Nutzern. Die Plattform kann für persönliche und öffentliche Kommunikation genutzt werden.

Twitter (330 Mio. Nutzer/Monat): Twitter (Englisch: Zwitschern) ist ein Kurznachrichtendienst, bei dem sogenannte Tweets mit maximal 280 Zeichen veröffentlicht und mit Hashtags versehen werden könne. Über diese Schlagworte kann man Themen finden.

WhatsApp (1,3 Millionen Nutzer/Monat): Der WhatsApp- Messenger ist eine Nachrichtenplattform, die auch das Verschicken von Dateien und das Telefonieren ermöglicht. WhatsApp wird über Smartphones zur individuellen Kommunikation genutzt. WhatsApp gehört Facebook. 

Den kostenlosen WhatsApp-Dienst der HNA finden Sie hier

Instagram (800 Mio. Nutzer/Monat): Instagram ist eine reine Video- und Fotoplattform, auf der Nutzer ihre Beiträge gegenseitig kommentieren und liken (like ist gefallen). Auch Instagram gehört zu Facebook.

Snapchat (178 Mio. Nutzer/Tag): Bei Snapchat sind Clips nur für 24 Stunden sichtbar. Auf dieser Plattform war es zum ersten Mal möglich, kleine Bildergeschichten mit Life-Charakter zu veröffentlichen.

Hiermit endet unsere Serie über die Geschichte der Medien. Den ersten Teil finden Sie zum Nachlesen hier.

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