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Ein Kampfpilot der Ukraine wird zum Star im Krieg mit Russland

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Der ukrainische Jagdflieger Vadym Voroshylov muss sich mit dem Schleudersitz retten. Noch in der Luft macht der 27-Jährige ein Selfie. Das Foto geht viral.

Kiew/Frankfurt – Major Vadym Voroshylov, bekannt unter seinem Rufzeichen Karaya, war wahrscheinlich bereits der berühmteste Kampfpilot der ukrainischen Luftwaffe: Auf seinem Instagram-Account, dem 156.000 Nutzerinnen und Nutzer folgen, postet er regelmäßig Fotos und mit GoPro-Kameras gedrehte Aufnahmen aus dem Ukraine-Krieg.

Obwohl einige seiner Bilder bereits viel Aufmerksamkeit erregt haben, ist Karayas jüngstes Selfie indes viral gegangen: Im Oktober musste sich der ukrainische Jagdflieger mit dem Schleudersitz aus seinem von den Russen getroffenen MiG-29-Kampfjet retten. Noch am Fallschirm in Richtung Erde schwebend machte der aus einer Kopfwunde blutende 27-Jährige ein Selfie.

Das Wandbild „Geist von Kiew“ in Kiew ist den ukrainischen Kampfpiloten gewidmet.
Das Wandbild „Geist von Kiew“ in Kiew ist den ukrainischen Kampfpiloten gewidmet. © Oleksii Chumachenko/Imago

Präsidenten Selenskyj zeichnet Kampfpilot Voroshylov als „Held der Ukraine“ aus

Der Vorfall ereignete sich schon am 12. Oktober, wurde aber erst am 6. Dezember, dem Tag der Streitkräfte der Ukraine, öffentlich gemacht, als Voroshylov das Foto auf Instagram veröffentlichte. Zuvor erhielt Voroshylov von Präsident Wolodymyr Selenskyj den Titel „Held der Ukraine“ und den „Orden des Goldenen Sterns“.

Wie es in einer vom ukrainischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Mitteilung heißt, wurde Voroshylov die Auszeichnung „für persönlichen Mut und Heldentum beim Schutz der staatlichen Souveränität und der territorialen Integrität der Ukraine sowie für selbstlose Dienste am ukrainischen Volk“ verliehen.

Kampfpilot Voroshylov macht ein Selfie von seinem blutverschmierten Gesicht

Karaya hatte sich den Ruf eines Drohnenkillers erworben, nachdem er während einer massiven Angriffswelle auf ukrainische Städte und Kraftwerke im Oktober fünf Selbstmorddrohnen des iranischen Herstellers Shahed abgeschossen hatte.

Das Wrack einer abgeschossenen Drohne erfasste jedoch am 12. Oktober das Cockpit der MiG-29. Trümmerteile schnitten in Wange und Hals des 27-Jährigen. Einem Untersuchungsbericht zufolge lenkte Karaya den MiG-29-Kampfjet in ein Feld, und schaffte es dann, den Schleuderhebel zu erreichen. (cas)

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